Verteilungs- und Armutsanalysen berücksichtigen häufig nicht die Vermögenswerte. Haushaltsbefragungen zeigen, dass jedem Erwachsenen in Deutschland im Durchschnitt mehr als 80.000 Euro in Form von Geld- oder Sachvermögen zur Verfügung stehen. Zwar sind die Vermögenswerte positiv mit dem Einkommen korreliert, trotzdem können auch einige einkommensschwache Haushalte auf nennenswerte Vermögen zurückgreifen. Mehr als ein Sechstel der Einkommensarmen kann durch die Auflösung ihres Vermögens mindestens zehn Jahre lang ihre Armutslücke schließen. Da das Durchschnittsvermögen kontinuierlich bis in das hohe Alter steigt, senkt die Berücksichtigung von Vermögen vor allem die relativen Armutsrisiken der älteren Bevölkerung. Dieses Ergebnis ist robust gegenüber der Wahl des Mikrodatensatzes.

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26. September 2017

Judith Niehues / Martin Beznoska Vermögen: Auf die Rente kommt es anArrow

Häufig wird in der deutschen Gerechtigkeitsdebatte auf die relativ hohe Vermögensungleichheit verwiesen. Wie ein internationaler Vergleich zeigt, ist diese Ungleichheit allerdings nichts Ungewöhnliches: Sie ist meist dort besonders hoch, wo der Staat über ausgeprägte Sicherungssysteme verfügt – wie die Bundesrepublik. mehr auf iwd.de

25. September 2017

Kommentar von Michael Hüther Schluss mit der SchwarzmalereiArrow

Im Wahlkampf haben viele Politiker versprochen, sich für mehr Gerechtigkeit einzusetzen. Doch was markig klingt, hält dem Realitätscheck kaum stand und führt zu Problemen, mahnt Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln. mehr auf iwd.de

Seit 2005 hat sich die Einkommensschere nicht weiter geöffnet
Interview, 21. September 2017

Judith Niehues im General-Anzeiger Bonn Seit 2005 hat sich die Einkommensschere nicht weiter geöffnetArrow

Ein „bedingungsloses Kapitaleinkommen“ für alle Bürger steht seit Längerem zur Debatte. Es soll die soziale Ungleichheit bekämpfen. Die soziale Ungleichheit habe nur zeitweise zugenommen, sagt die Ökonomin Judith Niehues vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln. mehr