Die Weltkonjunktur hat im Jahresverlauf 2013 wieder an Fahrt gewonnen. Die langsame Wiederbelebung im Euroraum wird sich fortsetzen und das Konjunkturtempo in den USA zunehmen. Die Schwellenländer profitierten von der abnehmenden politischen und ökonomischen Unsicherheit in den Industrieländern. Doch politische Governance- und ungelöste Strukturprobleme schwächten die eigenen Wachstumskräfte deutlich. Mit dem globalen Auftrieb setzte im vergangenen Jahr auch die wirtschaftliche Erholung in Deutschland ein. Das reale BIP wird hierzulande im Jahr 2014 um gut 1 ¾ Prozent und im nächsten Jahr um knapp 2 Prozent zulegen. Dieser Aufschwung erfasst alle Wirtschaftsbereiche und er wird gleichermaßen vom Konsum und von den Investitionen getragen. Der Außenbeitrag treibt trotz der aufstrebenden Exporte das Wachstum kaum an. Der Beschäftigungsaufbau wird sich in Deutschland weiter fortsetzen. In den Jahren 2014 und 2015 entstehen insgesamt rund 640.000 zusätzliche Arbeitsplätze. Die Arbeitslosigkeit geht aber nur um 130.000 auf gut 2,8 Millionen Personen im Jahresdurchschnitt 2015 zurück. Trotz der Mehrausgaben werden in diesem und im kommenden Jahr leichte staatliche Haushaltsüberschüsse erzielt. Die Prognose basiert auf den Annahmen, dass keine großen Unsicherheiten und Anpassungslasten durch die Finanzmarkt- und Staatsschuldenprobleme in Europa sowie durch die politische Lage in einer Reihe von Schwellenländern entstehen.

IW-Trends

IW-Forschungsgruppe Konjunktur: Überschaubare Erholung in einem risikoreichen globalen Umfeld – IW-Konjunkturprognose Frühjahr 2014

IconDownload | PDF

Ansprechpartner

IW-Briefing
IW-Briefing, 2. Juni 2017

Tobias Hentze / Jochen Pimpertz Kein Raum für expansive SozialpolitikArrow

Auch wenn der Staatshaushalt 2017 und 2018 in der Summe Überschüsse erzielt, weisen die Haushalte der Renten- und Krankenversicherungen Defizite auf. Spielräume für eine expansive Sozialversicherungspolitik bestehen deshalb nicht. mehr

31. Mai 2017

Michael Grömling 50 Jahre magisches ViereckArrow

Das vor 50 Jahren erlassene Stabilitätsgesetz hat vier ökonomische Ziele in den Fokus gerückt, die von der Wirtschaftspolitik anzustreben sind. Doch wie gut ist es Deutschland seither wirklich gelungen, niedrige Arbeitslosigkeit, geringe Inflation, außenwirtschaftliches Gleichgewicht und stetiges Wirtschaftswachstum in Einklang zu bringen? Das magische Viereck im Überblick. mehr auf iwd.de

23. Mai 2017

Interview mit Peter Bofinger und Michael Grömling Wie sinnvoll ist aktive Konjunkturpolitik?Arrow

Mit dem Stabilitätsgesetz von 1967 vollzog Deutschland einen radikalen Kurswechsel: Der Staat strebte nun eine aktive Konjunktur- und Wachstumspolitik an. Der iwd hat zwei Experten gefragt, was sie heute von diesem Kurswechsel halten: Peter Bofinger, Mitglied des Sachverständigenrats (SVR) und Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Würzburg, sowie Michael Grömling, Leiter der Forschungsgruppe Konjunktur im IW Köln. mehr auf iwd.de