COVID-19 hat diese anhaltende Konsumkonjunktur im Jahr 2020 jäh beendet. Infolge der beiden Infektionswellen und der damit einhergehenden Konsumrestriktionen belaufen sich die Konsumausfälle je nach Referenzszenario im Jahr 2020 auf insgesamt 100 bis 150 Milliarden Euro. Jeder Einwohner Deutschlands hat gemäß dieser Schätzung im Jahr 2020 infolge der Corona-Krise zwischen 1.250 Euro und 1.750 Euro weniger konsumiert. Das TCB-IW-Verbrauchervertrauen, das als Teil des Global Consumer Confidence Survey erhoben und gemeinsam von The Conference Board (TCB) und dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW) veröffentlicht wird, liefert eine Orientierung für die Belastungen beim privaten Konsum im ersten Quartal 2021 in Deutschland. Bislang wurden bereits 70 Prozent des enormen Vertrauensverlusts vom zweiten Quartal 2020 wieder ausgeglichen. Das Verbrauchervertrauen lag bei seiner Erhebung im ersten Quartal 2021 mit gut 97 Punkten noch um mehr als 5 Punkte unter dem Niveau vor der Krise. Trotz der auch im ersten Vierteljahr 2021 wirksamen Restriktionen kam es – wegen der im Vergleich besseren Beschäftigungsperspektiven – nicht zu einem erneut starken Vertrauenseinbruch wie im zweiten Quartal 2020. Der Konsumausfall dürfte sich im ersten Quartal 2021 auf weitere 40 bis über 60 Milliarden Euro belaufen.