Der unbekannte Nachbar

Bruttoinlandsprodukt je Einwohner (Pro-Kopf-BIP) 2016 in US-Dollar (Basis 2010), die übrigen Daten sind durchschnittliche Prozentwerte für 2007 bis 2016

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Bei der Armutsbekämpfung und der wirtschaftlichen Entwicklung gab es in Afrika in den letzten Jahrzehnten durchaus Fortschritte. Diese waren jedoch sehr viel langsamer als in Asien. Zudem verlief die Entwicklung von Wirtschaft und Bevölkerung in den einzelnen Ländern Afrikas sehr heterogen. Auf der einen Seite haben einige Länder ein vergleichsweise hohes Produktivitätsniveau erreicht und konnten ein überdurchschnittliches wirtschaftliches Wachstum erzielen. Hier sind dann weitere Fortschritte bei der wirtschaftlichen Performance zu erwarten. Auf der anderen Seite stehen Länder mit einem sehr niedrigen Bruttoinlandsprodukt pro Kopf und schwach wachsender, teils sogar schrumpfender Wirtschaftsleistung. Die hier definierten Ländergruppen Afrikas unterscheiden sich deutlich hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Struktur, der Qualität staatlichen Handelns, der Infrastruktur und des Bildungsniveaus. Die bestehende industrielle Produktion und verhältnismäßig hohe Exportanteile können als Basis weiteren Wachstums genutzt werden, zumal ein nachhaltiger Anstieg der Wirtschaftsleistung nicht nur auf Tourismus oder Rohstofferzeugung basiert. Bei den staatlichen Funktionen und Governance-Strukturen bestehen wichtige Ansatzpunkte zur Verbesserung der Produktivität und zur Steigerung der wirtschaftlichen Dynamik in den afrikanischen Ländern.

IW-Trends

Hubertus Bardt: Afrikas divergierende wirtschaftliche Potenziale – Typisierung eines heterogenen Kontinents

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16. Oktober 2017

Hubertus Bardt Afrika: Viele Probleme, viele ChancenArrow

Der afrikanische Kontinent wird von Europäern oft als ein einziges Land wahrgenommen, tatsächlich aber beheimatet er 54 Staaten mit teils sehr unterschiedlichen geografischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen. Die Prognosen für Afrika reichen von „dauerhafter Krisenkontinent“ bis zur „globalen Wirtschaftsmacht“. Für eine bessere Vorhersage lohnt ein genauerer Blick. mehr auf iwd.de

Matthias Diermeier auf wiwo.de
Interview, 12. Oktober 2017

Matthias Diermeier auf wiwo.de „Berlin holt auf – aber nur geringfügig”Arrow

Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln zeigen: Deutschlands Pro-Kopf-Wohlstand fiele ohne die Hauptstadt höher aus. Das ist innerhalb der EU ein ungewöhnliches Phänomen. Ein Interview von IW-Ökonom Matthias Diermeier mit der Wirtschaftswoche. mehr