Seit Mitte der 1990er Jahre verfolgen die Tarifparteien in Deutschland überwiegend eine moderate Lohnpolitik. Diese hat die Lohnstückkostenposition verbessert und die internationale Wettbewerbsfähigkeit gesteigert. Gleichzeitig unterstützte die Lohnpolitik im Zusammenspiel mit den Arbeitsmarktreformen der Jahre 2003 bis 2005 den Beschäftigungsaufbau der letzten Jahre. Die Sicherung gut bezahlter Industriearbeitsplätze und eine hohe Beschäftigungsdynamik sorgten für eine Belebung der privaten Konsumnachfrage. Der Konsum wurde in einer Phase wachsender Konjunkturausschläge zu einer Stütze der wirtschaftlichen Entwicklung. Damit zahlte sich die langfristig durchgehaltene lohnpolitische Orientierung am gesamtwirtschaftlichen Produktivitätszuwachs aus. Eine expansive Lohnpolitik zum Abbau außenwirtschaftlicher Ungleichgewichte würde die Investitionsbereitschaft hierzulande dämpfen, ohne die strukturellen Probleme der Defizitländer zu lösen.

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20. September 2017

Carsten Ruge Mehr Wirtschaft wagenArrow

Egal, welche Parteien nach der Bundestagswahl am 24. September die neue Regierung stellen, es wartet eine ganze Reihe Aufgaben auf sie. Die M+E-Industrie erhofft sich vor allem Maßnahmen, die den Wirtschaftsstandort Deutschland attraktiv halten. Dazu haben die Arbeitgeberverbände ein Positionspapier formuliert. mehr auf iwd.de

5. September 2017

Interview mit Hagen Lesch „Schwache Gewerkschaften bringen uns nicht weiter“Arrow

Die Gewerkschaften in Europa haben einen schweren Stand, in fast allen Ländern sinken die Mitgliederzahlen – zum Teil rapide. Warum das eine brisante Entwicklung ist, erläutert Hagen Lesch, Tarifexperte des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, im iwd-Interview. mehr auf iwd.de

29. August 2017

Matthias Diermeier / Henry Goecke / Adriana Neligan Riskante RohstoffquellenArrow

Vor allem die deutsche Industrie ist auf Rohstofflieferungen aus dem Ausland angewiesen. Der Wert dieser Importe hat sich zwischen 1995 und 2011 verfünffacht. Auch der Anteil der Einfuhren aus politisch und wirtschaftlich besonders risikobehafteten Ländern ist gestiegen – auf mittlerweile deutlich über 60 Prozent. mehr auf iwd.de