Mithilfe eines TVP-VAR-Modells wird untersucht, wie sich die Wirkung von Zentralbankliquidität auf das europäische Kreditvolumen über die Zeit verändert hat. Für das Kreditvolumen der privaten Haushalte, der Unternehmen und Banken gilt vor der Krise ein normaler und in der Krise ein gestörter Transmissionsmechanismus. Nach der Finanzkrise wurde nur für das Bankkreditvolumen der normale Transmissionsmechanismus wieder erreicht. Derzeit stimuliert eine Ausweitung der Zentralbankbilanz besonders den Interbankenmarkt, jedoch nicht unmittelbar das Volumen der realwirtschaftlichen Kredite. Gleichwohl besteht die Möglichkeit einer verzögerten positiven Transmission auf das privatwirtschaftliche Kreditvolumen.