Es wird kontrovers darüber diskutiert, ob die Rezession in Deutschland im Jahr 2009 von einem Einbruch des Welthandels oder von einem Angebotsschock aufgrund der Probleme im Bankensektor verursacht wurde. Gemäß dem neuen DSGE-Modell des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln haben sowohl die rückläufige Auslandsnachfrage als auch ein Produktivitätsrückgang den Wirtschaftseinbruch in Deutschland ausgelöst. Der Produktivitätsschock kann allerdings auch auf unausgelastete Kapazitäten und die rückläufige Investitionstätigkeit zurückgeführt werden. Er spiegelt somit ebenfalls einen Nachfrageschock wider. Die DSGE-Modelle können dies aufgrund ihrer Konstruktion nicht adäquat abbilden.

IW-Trends

Daniel Bendel / Markus Demary / Manfred Jäger-Ambrożewicz: Konjunkturanalyse mit einem Gleichgewichtsmodell für die deutsche Wirtschaft

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IW-Briefing
IW-Briefing, 2. Juni 2017

Tobias Hentze / Jochen Pimpertz Kein Raum für expansive SozialpolitikArrow

Auch wenn der Staatshaushalt 2017 und 2018 in der Summe Überschüsse erzielt, weisen die Haushalte der Renten- und Krankenversicherungen Defizite auf. Spielräume für eine expansive Sozialversicherungspolitik bestehen deshalb nicht. mehr

31. Mai 2017

Michael Grömling 50 Jahre magisches ViereckArrow

Das vor 50 Jahren erlassene Stabilitätsgesetz hat vier ökonomische Ziele in den Fokus gerückt, die von der Wirtschaftspolitik anzustreben sind. Doch wie gut ist es Deutschland seither wirklich gelungen, niedrige Arbeitslosigkeit, geringe Inflation, außenwirtschaftliches Gleichgewicht und stetiges Wirtschaftswachstum in Einklang zu bringen? Das magische Viereck im Überblick. mehr auf iwd.de

23. Mai 2017

Interview mit Peter Bofinger und Michael Grömling Wie sinnvoll ist aktive Konjunkturpolitik?Arrow

Mit dem Stabilitätsgesetz von 1967 vollzog Deutschland einen radikalen Kurswechsel: Der Staat strebte nun eine aktive Konjunktur- und Wachstumspolitik an. Der iwd hat zwei Experten gefragt, was sie heute von diesem Kurswechsel halten: Peter Bofinger, Mitglied des Sachverständigenrats (SVR) und Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Würzburg, sowie Michael Grömling, Leiter der Forschungsgruppe Konjunktur im IW Köln. mehr auf iwd.de