Die Arbeitskosten des westdeutschen Verarbeitenden Gewerbes beliefen sich im Jahr 2012 auf 38,88 Euro je Arbeitnehmerstunde. Damit liegt Westdeutschland an fünfter Stelle des 44 Länder umfassenden IW-Arbeitskostenvergleichs und hat gegenüber dem Durchschnitt der fortgeschrittenen Industrieländer um fast ein Viertel höhere Arbeitskosten zu tragen. Für Deutschland insgesamt fällt der Kostennachteil um 6 Prozentpunkte geringer aus, da das ostdeutsche Niveau mit 23,57 Euro um knapp 40 Prozent unter den westdeutschen Arbeitskosten liegt. In den letzten beiden Jahren war die Kostendisziplin in Deutschland merklich schwächer als im Ausland. Erste Daten zeigen an, dass sich diese Entwicklung auch im Jahr 2013 fortsetzt. Auf längere Sicht war die Kostendynamik im neuen Jahrtausend in Deutschland wesentlich geringer als in den 1990er Jahren. Das deutsche Verarbeitende Gewerbe hat damit auch international gut abgeschnitten: Der jahresdurchschnittliche Anstieg von gut 2 Prozent im Zeitraum 2000 bis 2012 wurde in der Europäischen Union lediglich von Portugal unterboten.

IW-Trends

Christoph Schröder: Industrielle Arbeitskosten im internationalen Vergleich

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Der starke Euro dämpft den Preisanstieg der Metallimporte im Euroraum, schreibt IW-Ressourcenökonom Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung. mehr

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Hat die deutsche Autoindustrie das Elektroauto verpennt? Die Absatzzahlen des vergangenen Jahres sprechen eine klare Sprache: Zwar sind E-Autos in Deutschland noch immer Ladenhüter, auf dem Weltmarkt mischen die deutschen Hersteller jedoch kräftig mit und erreichen einen fast so hohen Marktanteil wie bei den konventionellen Pkws. mehr auf iwd.de

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