In den Jahren 2010 und 2011 verbesserte sich die Lohnstückkostenposition des Verarbeitenden Gewerbes in Deutschland insgesamt deutlich. Jedoch ist der Stand von vor der globalen Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise bei weitem noch nicht erreicht: Die deutschen Lohnstückkosten waren auch im Jahr 2011 noch um fast 9 Prozent höher als im Jahr 2007. Dies erklärt sich vor allem durch den krisenbedingten Rückgang der Produktivität, der erst 2011 wieder wettgemacht wurde. Gleichwohl ist das Produktivitätsniveau der deutschen Industrie nach wie vor hoch – die ausländische Konkurrenz liegt im Durchschnitt um 17 Prozent dahinter. Dies reicht aber nicht ganz aus, um den Nachteil der hohen Arbeitskosten zu kompensieren. Denn das deutsche Lohnstückkostenniveau ist unter den 27 betrachteten Ländern das siebthöchste. Im Durchschnitt hat das Ausland einen Lohnstückkostenvorteil gegenüber Deutschland von 8 Prozent. Immerhin ergibt sich jedoch mittlerweile ein Gleichstand im Vergleich zur europäischen Konkurrenz.

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