In der deutschen Industrie sind die Lohnstückkosten im Jahr 2012 um mehr als 4 Prozent gestiegen. Sie lagen damit um 10 Prozent höher als im Vorkrisenjahr 2007. Im Jahr 2012 war die ausländische Industrie im Durchschnitt um 15 Prozent weniger produktiv. Dort sind aber auch die Arbeitskosten um 19 Prozent niedriger, sodass sich für Deutschland ein überdurchschnittlich hohes industrielles Lohnstückkostenniveau ergibt. Insgesamt hat das Ausland hier einen Vorteil von 5 Prozent – nicht zuletzt durch die in den USA um knapp ein Fünftel niedrigeren Lohnstückkosten. In den Ländern der Europäischen Union sind die Lohnstückkosten dagegen um knapp 2 Prozent höher, im Euroraum sogar um gut 3 Prozent. In langfristiger Betrachtung zeigt sich, dass die Lohnstückkosten derzeit sowohl in der deutschen als auch in der ausländischen Industrie ungefähr so hoch sind wie Anfang der 1990er Jahre. Weder die lang- und kurzfristige Lohnstückkostendynamik noch das Lohnstückkostenniveau liefern einen Beleg für eine überzogene preisliche Wettbewerbsfähigkeit durch Lohnzurückhaltung der deutschen Industrie.

IW-Trends

Christoph Schröder: Produktivität und Lohnstückkosten der Industrie im internationalen Vergleich

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23. Juni 2017

Klaus-Heiner Röhl Rund um die Uhr bereitArrow

Durch flexible Produktionsformen laufen Maschinen immer länger, viele Unternehmen fertigen in Mehrschichtsystemen. Damit Unterbrechungen der Produktion vermieden werden, kommt der M+E-Branche Reparatur und Instandhaltung eine besondere Rolle zu: Die Anlagen werden rund um die Uhr gewartet und, wenn nötig, repariert. mehr auf iwd.de

14. Juni 2017

Christian Rusche Produktionstechnik: Die Welt druckt 3-D Arrow

Ob Flugzeugturbinen, Schuhe, Prothesen oder Fruchtgummi: Die Einsatzmöglichkeiten für 3-D-Drucker kennen kaum noch Grenzen. Auch wirtschaftlich ist der Markt eine einzige Erfolgsstory. Deutsche Firmen stehen den neuen Produktionsmöglichkeiten besonders offen gegenüber. mehr auf iwd.de

Industriemetallpreis-Index
Gastbeitrag, 9. Juni 2017

Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung Talfahrt der Metallpreise gewinnt an DynamikArrow

Mit den deutlichen Preisrückgängen im Mai hat sich der Abwärtstrend an den Metallmärkten beschleunigt, schreibt IW-Ressourcenökonom Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung. Im vergangenen Monat ist der Industriemetallpreis-Index (IMP-Index) des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) im Vergleich zum Vormonat um 20,7 Punkte auf 321,4 gefallen. mehr