Erstmals ermittelt eine gemeinsame Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) und des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft in Zusammenarbeit mit der IW Consult GmbH den Beitrag der Wirtschaft zu Studium und Lehre an Hochschulen. Unternehmen mit mehr als 49 Mitarbeitern investierten im Jahr 2009 rund 2,2 Milliarden Euro in die akademische Bildung. Hochschulen erhielten 642 Millionen Euro, Studierende wurden mit 1,54 Milliarden Euro unterstützt. Von den 55.000 Unternehmen mit 50 und mehr Mitarbeitern investieren 58 Prozent in akademische Bildung. Besonders häufig aktiv sind Unternehmen mit einem hohen Akademikeranteil in der Belegschaft, forschungsaktive und große Unternehmen. Welche Art der Investition bevorzugt getätigt wird, wird ebenfalls von der Größe der Belegschaft, dem Akademikeranteil und der Forschungsaktivität beeinflusst. Die Unternehmen bezwecken mit ihrem Engagement in der Hochschulbildung, sich Vorteile für die Personalrekrutierung und entwicklung zu verschaffen. Gleichwohl ist es aber auch Ausdruck für die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung. Bei der Auswahl der Hochschulen ist das spezifische Fachprofil bei allen Unternehmen am wichtigsten, die Position der Hochschule im Exzellenzwettbewerb spielt dagegen eine untergeordnete Rolle.

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Ansprechpartner

Gutachten, 26. Oktober 2017

Paula Risius / Lydia Malin / Regina Flake Ausbildung oder Studium? Arrow

Unternehmen können immer mehr Ausbildungsstellen nicht besetzen. Dies birgt die Gefahr, dass gerade kleine und mittlere Unternehmen mittelfristig ihre Ausbildungsaktivitäten zurückfahren, was gravierende Auswirkungen auf die Fachkräftesituation auf dem Arbeitsmarkt hätte. mehr

IW-Trends, 26. Oktober 2017

Regina Flake / Lydia Malin / Paula Risius Bildungsentscheidung von Abiturienten für Ausbildung oder StudiumArrow

Der Anteil der Abiturienten unter den Schulabgängern steigt seit vielen Jahren an. Inzwischen erwirbt mehr als die Hälfte eines Jahrgangs die Hochschulzugangsberechtigung und die Anzahl der Studienanfänger hat sich in den letzten 15 Jahren verdoppelt. Gleichzeitig brechen 29 Prozent ihr Studium vorzeitig ab. Das zeigt, dass die Entscheidung für ein Studium nicht für alle Studienanfänger optimal ist. mehr

IW-DREF-Studentenwohnpreisindex
Gutachten, 2. Oktober 2017

Philipp Deschermeier / Björn Seipelt / Michael Voigtländer StudentenwohnpreisindexArrow

Die stetige Zunahme der Studentenzahlen sowie der Zuzug anderer Bevölkerungsgruppen aus dem In- und Ausland haben zu einer deutlichen Verschärfung der Situation am Wohnungsmarkt geführt. Die Folge sind teils rasant steigende Wohnkostenbelastungen, wie der neue Studentenwohnpreisindex des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln und der Deutschen Real Estate Funds in Kooperation mit ImmobilienScout24 zeigt. mehr