Eine aktuelle Erhebung des Instituts der deutschen Wirtschaft zeigt, dass die Mehrheit der befragten Unternehmen, die bereits Bachelorabsolventen beschäftigen, mit der Qualifikation der Hochschulabgänger im Großen und Ganzen zufrieden ist. In gut 30 bis knapp 70 Prozent der Firmenstehen die vorhandenen unterschiedlichen Fach- und Sozialkompetenzen der Bachelorabsolventen im Einklang mit dem Grad ihrer Bedeutung für den Betrieb. Kleinere Differenzen finden sich je nach Kompetenzbereich bei gut einem Viertel bis gut der Hälfte der befragten Unternehmen. Lediglich bei einem Fünftel existieren Hinweise auf größere Unterschiede zwischen vorhandenen und erwarteten Kompetenzen. Allerdings lassen die Unternehmen, die ihre Erwartungen als weniger erfüllt ansehen, den Bachelorabsolventen dadurch keine Nachteile zukommen. Sie erkennen zwar signifikant häufiger einen erhöhten Einarbeitungsbedarf, dies hat jedoch im Allgemeinen keine negativen Konsequenzen für das Einstiegsgehalt, die Einstiegsposition oder die Karriereoptionen. Vorstellbar ist, dass sich hier bereits Fachkräfteengpässe in der Personalpolitik niederschlagen oder die Unternehmen das Entwicklungspotenzial der Berufseinsteiger höher bewerten als aktuell vorhandene Kompetenzdefizite.

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Bildungsinvestitionen der Wirtschaft 2015
Gutachten, 13. März 2017

Bildungsinvestitionen der Wirtschaft 2015Arrow

Die Verzahnung von beruflicher Praxis und akademischer Bildung ist ein Hauptanliegen der Unternehmen. Diese haben ihre Ausgaben für die akademische Bildung noch stärker gesteigert als ihre Aufwendungen für Forschung und Entwicklung. Das zeigt eine aktuelle Erhebung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln und des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft. mehr

IW-Nachricht, 26. Januar 2017

Auslandsstudium Eine europäische ErfolgsstoryArrow

Dank Bologna und Erasmus hat sich die Zahl der deutschen Studierenden im Ausland seit den 1990er Jahren mehr als verdreifacht, wie das Statistische Bundesamt heute mitteilt. Das Auslandsstudium verbessert die Jobchancen und stärkt das Interesse für Europa. Der Brexit stellt diesen Austausch jedoch teilweise in Frage. mehr

16. Dezember 2016

Digitalisierung Die meisten Hochschulen arbeiten noch analogArrow

Ausgerechnet dort, wo neues Wissen entsteht, steckt die Digitalisierung noch in den Kinderschuhen. Bislang verknüpft in Deutschland erst jede dritte Hochschule die klassische Präsenzlehre mit digitalen Lehr- und Lernformen. Auch die Studenten nutzen internetbasierte Medien nur selten zum gemeinsamen Lernen oder Üben. mehr auf iwd.de