Das IW-Personal-Panel 2010 zur Balance von Flexibilität und Stabilität zeigt, dass ein Großteil der Unternehmen in der Mitarbeiterführung, der Personalpolitik und Arbeitsorganisation Konzepte verfolgt, mit denen die Arbeitsbeziehungen und die Arbeitsprozesse zugleich flexibilisiert und stabilisiert werden können. Flexibilität und Stabilität sind daher vielerorts keine sich gegenseitig ausschließenden Kategorien, sondern vielmehr Komplemente. Ein hohes Vertrauen in die Eigenverantwortung der Beschäftigten (89,9 Prozent), das Bestreben, Mitarbeiter zu Mitdenkern zu entwickeln (84,9 Prozent), jährliche Mitarbeitergespräche (64,5 Prozent) sowie die Förderung der Arbeitszufriedenheit (62,7 Prozent) und der Leistungsbereitschaft (57,6 Prozent) prägen einen ergebnis- und zugleich bindungsorientierten Führungsstil. Eine familienfreundliche und chancengerechte Personalpolitik sowie die Gewährung von Handlungsfreiräumen für unternehmerisches Handeln der Mitarbeiter sind Ausdruck einer bindungsorientierten Personalpolitik, die zugleich Flexibilisierungspotenziale eröffnet. In innovativen und sehr erfolgreichen Unternehmen besteht eine signifikant höhere Wahrscheinlichkeit, dass sie eine ergebnis- und bindungsorientierte Führungskultur pflegen, eine bindungsorientierte Personalpolitik verfolgen und Maßnahmen durchführen, die gleichermaßen der Flexibilität und der Stabilität der Arbeitsbeziehungen und der Arbeitsprozesse dienen.

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Ausländische MINT-Fachkräfte lindern Fachkräftemangel
Interview, 22. November 2017

Axel Plünnecke in Employland Ausländische MINT-Fachkräfte lindern FachkräftemangelArrow

Der Fachkräftemangel im MINT-Bereich hat ein neues Rekordhoch erreicht. Ohne die steigende Zahl der ausländischen Beschäftigten wäre er noch wesentlich höher. IW-Ökonom Axel Plünnecke erklärt im Interview mit dem Blog der Vermittlungsplattform Employland, wodurch das Beschäftigungswachstum ausländischer Arbeitnehmer im MINT-Bereich begünstigt wird. mehr

Regionale Potenziale nutzen
Pressemitteilung, 2. November 2017

Hanno Kempermann / Agnes Millack Regionale Potenziale nutzenArrow

Die deutschen Großstädte boomen, die ländlichen Gegenden veröden. Zwar haben viele Regionen Entwicklungspotenzial, aber sie nutzen ihre Chancen bislang zu wenig, zeigt der Regionale Chancen Monitor (RCM) der IW Consult, einem Tochterunternehmen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). mehr