Ohne Standards muss der Datenverlust an den Schnittstellen kostenintensiv angepasst werden. Diese Studie verwendet mit dem IW-Zukunftspanel 2016 von rund 1.200 befragten Unternehmen einen exklusiven Datensatz, um die Wichtigkeit von Standards für die digitale Transformation zu untersuchen. Deutsche Unternehmen sehen demnach Standards mehrheitlich als wichtig für die digitale Transformation an. Diejenigen Firmen, die Standards einführen, tun dies oft, weil ihre Kunden das fordern, und nicht aus einer strategischen Überlegung heraus. Die Wahrscheinlichkeit, Standards einzuführen, nimmt mit dem Vorhandensein einer digitalen Strategie, der Umsatzhöhe und der Anzahl der Partnerunternehmen zu. Ein unklares Kosten-Nutzen-Verhältnis sowie der mangelnde Standardeinsatz bei Kunden und Lieferanten sind die größten Hemmnisse. Die Ergebnisse zeigen, dass eine mangelnde Standardisierung die Digitalisierung hemmt. Standards sind für die Digitalisierung unerlässlich, aber Unternehmen setzen sie erst ein, wenn sie bereits in einem fortgeschrittenen Stadium der Digitalisierung sind. Dementsprechend schränken nicht-digitale Unternehmen die Realisierung der Netzwerkeffekte der Standardisierung ein. Mangelnde Digitalisierung hemmt demnach auch die Standardisierung.

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