In Deutschland lebten laut Statistischem Bundesamt im Jahr 2012 rund 16 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund. Knapp jede fünfte Erwerbsperson hat ihre Wurzeln in einem anderen Land. Die Zahlen zeigen, wie bedeutend die kulturelle Vielfalt für den deutschen Arbeitsmarkt ist. Vor diesem Hintergrund macht die vorliegende Studie deutlich, dass zwar für knapp die Hälfte der Unternehmen das Thema kulturelle Vielfalt aktuell (noch) keine Relevanz besitzt (46,8 Prozent). Gleichwohl werden aber bereits eine Vielzahl an unterschiedlichen Maßnahmen des Diversity Managements wie gemischte Arbeitsteams, Schulungsangebote zum Ausbau der interkulturellen Kompetenzen oder Entsendungen ins Ausland eingesetzt. Dies gilt vor allem für größere Unternehmen und selbst für solche Betriebe, in denen die Förderung der kulturellen Vielfalt noch nicht im Vordergrund steht. Ein zentrales Motiv für das betriebliche Engagement ist neben dem Wunsch, den Bewerberpool durch die systematische Ansprache ausländischer Fachkräfte zu erweitern (47,9 Prozent), vor allem das Ziel, kreative Prozesse durch eine Vernetzung von Beschäftigten mit unterschiedlichen kulturell geprägten Werten, Biografien und Erfahrungen zu fördern (61,6 Prozent). Dies scheint sich auch auszuzahlen, denn zwischen der Innovationsleistung eines Unternehmens und dem Einsatz von Diversity Management-Maßnahmen kann auch im Rahmen eines empirischen Modells ein positiver Zusammenhang nachgewiesen werden.

IW-Trends

Andrea Hammermann / Jörg Schmidt: Diversity Management – Empirische Evidenz zur aktiven Förderung der kulturellen Vielfalt in deutschen Unternehmen

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IW-Nachricht, 18. Juli 2017

Oliver Koppel MINT: Fachkräfte verzweifelt gesuchtArrow

Egal ob Digitalisierung, Industrie 4.0 oder Elektromobilität – für die Umsetzung dieser neuen Trends benötigen Unternehmen in Deutschland technisch-naturwissenschaftliches Know-How. Das zeigt sich auch am Arbeitsmarkt: Noch nie waren in den sogenannten MINT-Berufen so viele offene Stellen zu besetzen. mehr

10. Juli 2017

Philipp Deschermeier Achtung, demografischer WandelArrow

Wahr ist, dass es Deutschland derzeit so gut geht wie schon lange nicht mehr: Die Beschäftigung liegt auf Rekordniveau, die Arbeitslosigkeit ist auf dem niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung, die staatlichen Haushalte schreiben schwarze Zahlen und die Schulden sinken. Wahr ist aber auch: So wird es nicht bleiben. Die IW-Studie „Perspektive 2035“ zeigt, warum der demografische Wandel das Land vor große Herausforderungen stellt. mehr auf iwd.de

7. Juli 2017

Michael Grömling Arbeitskräftemangel bremst Wachstum aus Arrow

Wie wird sich die deutsche Wirtschaftsleistung im demografischen Wandel entwickeln? Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln hat dies bis ins Jahr 2035 vorausberechnet. Demnach wird die Produktivität zwar weiter steigen, doch die sinkende Zahl der Erwerbstätigen dämpft das Wachstum spürbar. mehr auf iwd.de