Die Unternehmen in der Industrie und deren Verbundbranchen pflegen ein eher positives Bild von älteren Beschäftigten. Dies ist das Ergebnis einer Befragung von rund 1.350 Unternehmen im Rahmen des IW-Zukunftspanels im Auftrag der sechsten Altenberichtskommission. Das Image von 50-jährigen oder älteren Arbeitnehmern ist umso besser, je größer der Anteil dieser Personengruppe in der Belegschaft ist. Es bleibt allerdings offen, ob ein negatives Altersbild auf schlechte Erfahrungen der Unternehmen mit Arbeitnehmern 50plus zurückzuführen ist oder ob hier lediglich überholte allgemeine Altersstereotype wirken. Die Altersbilder haben einen erheblichen Einfluss auf die personalpolitische Praxis in den Betrieben. Die Wahrscheinlichkeit, dass die rechtlichen Rahmenbedingungen auf dem Arbeitsmarkt zu einer Einstellungshürde für ältere Bewerber werden, steigt, wenn die Unternehmen grundsätzliche Zweifel an der Leistungsfähigkeit älterer Beschäftigter hegen. Für die Einbindung in interne Prozesse ist hingegen die Wahrnehmung wichtig, ob Mitarbeiter im Alter von 50 Jahren oder mehr noch leistungsbereit sind. Mittlerweile bietet ein relativ großer Anteil von Unternehmen Fördermaßnahmen an, die speziell auf die Bedürfnisse älterer Beschäftigter ausgerichtet sind. Dabei spielen Maßnahmen zur Sicherung des Know-how-Transfers derzeit die wichtigste Rolle.

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Ansprechpartner

Be careful with benchmarking in pension policy
IW-Nachricht, 17. März 2017

Pension Systems Be careful with benchmarking in pension policyArrow

The Eurogroup will look into the possibility of introducing benchmarking in pension policy. Most European pension systems face a similar demographic challenge. Yet, they differ in many aspects. If this is not taken into account, a benchmarking process is likely to fail its purpose. mehr

IW policy paper, 14. März 2017

Jochen Pimpertz Kosten der schwarz-roten Rentenpolitik – eine HeuristikArrow

Die Bundestagswahl 2017 wirft ihre Schatten voraus. Das kommt auch in den unterschiedlichen Argumenten zur gesetzlichen Rentenversicherung zum Ausdruck, die die Vertreter der verschiedenen Parteien und Interessengruppen derzeit in den Medien vortragen. Jochen Pimpertz hat drei aktuelle Fragen zur schwarz-roten Rentenpolitik aufgegriffen. mehr

8. März 2017

Frauenquote Dieser Weg wird steinig und schwerArrow

Seit Januar 2016 müssen in Deutschland börsennotierte Unternehmen freie Aufsichtsratsposten mit Frauen besetzen, bis ihr Anteil in diesem Gremium 30 Prozent ausmacht. Darüber hinaus gilt für die Privatwirtschaft und den öffentlichen Dienst das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Männern und Frauen an Führungspositionen – mit dem Ziel der Geschlechterparität. In den vergangenen beiden Jahren haben es zwar mehr Frauen in Aufsichtsräte, Vorstände und Leitungsstellen geschafft, aber bis hier ein Gleichgewicht erreicht ist, dürften noch einige Jahrzehnte vergehen. mehr auf iwd.de