Einkommensmobilität bezeichnet die Änderung der Position von Personen in der Einkommenshierarchie im Vergleich zu anderen. Für die Diskussion um die Verteilungsgerechtigkeit ist insbesondere die Aufwärtsmobilität aus der unteren Einkommensschicht, das heißt dem untersten Fünftel der Einkommensverteilung, von Bedeutung. In Deutschland verbleiben in einem Zeitraum von vier Jahren fast zwei Drittel der Personen im unteren Einkommenssegment. Diese Beharrungsquote ist in den letzten Jahren gestiegen. Besonders selten konnten Arbeitslose und Alleinerziehende aufsteigen. Eine simultane Schätzung der Determinanten von Mobilitätsprozessen ergibt, dass für den Aufstieg aus dem untersten Einkommenssegment die Aufnahme einer Beschäftigung nahezu ohne Alternative ist. Die weiteren Aufstiegschancen in höhere Einkommensschichten hängen dann zunehmend von dem Qualifikationsniveau einer Person ab. Von großer Bedeutung sind ebenso Änderungen des Haushaltszusammenhangs. Trennungen von Paarhaushalten wirken sich ungünstig aus, während Personen in neu gebildeten Paarhaushalten oft aufsteigen können.


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Soziale Mobilität
IW-Pressemitteilung, 27. März 2017

Soziale Mobilität Stabiler NiedriglohnsektorArrow

Im Bundestagswahlkampf rücken die Themen Gerechtigkeit und Verteilung wieder stärker in den Blick. Häufig geht es um die Sorge vor sozialem Abstieg und Armutsgefährdung. Doch entgegen vieler Erwartungen zeigt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW): Die Zahl der Geringverdiener ist seit Jahren stabil. mehr

Empirische Befunde zur Lohn- und Einkommensmobilität in Deutschland
IW-Trends, 20. März 2017

Holger Schäfer / Jörg Schmidt Lohn- und Einkommensmobilität in Deutschland Arrow

Die Debatte um die Verteilungsgerechtigkeit wird bisweilen mit großer Schärfe geführt. Darin spielen traditionell Indikatoren zur Ungleichheit eine große Rolle, die in der Regel nur eine Momentaufnahme liefern. Allerdings dürfen auch Kennzahlen zur sozialen Mobilität nicht außer Acht gelassen werden. mehr

Warum Deutschland gerechter ist als sein Ruf
Gastbeitrag, 1. August 2016

Michael Hüther auf vorwaerts.de Warum Deutschland gerechter ist als sein RufArrow

Wir sollten das Schlechtreden des Wohlfahrtsstaates beenden. Die soziale Marktwirtschaft funktioniert, schreibt IW-Direktor Michael Hüther auf dem SPD-Portal vorwaerts.de. Was Deutschland dagegen fehle, seien Voraussetzungen für eine wirksame Leistungsgerechtigkeit. mehr