Die Weltwirtschaft befindet sich in der schwersten Rezession seit 60 Jahren. Über einen Einbruch der Auslandsnachfrage und der Exporttätigkeit hat die Krise auf Deutschland übergegriffen. Das reale Bruttoinlandsprodukt wird in Deutschland in diesem Jahr um gut 4 ½ Prozent sinken, im Jahr 2010 wird es um ½ Prozent zulegen. Damit dürfte die Talsohle im Laufe dieses Jahres erreicht, aber nicht durchschritten werden. Der Außenhandel – die Exporte werden 2009 um 17 Prozent und die Importe um 11 Prozent einbrechen – wird in diesem Jahr etwa drei Viertel des Wachstumseinbruchs verursachen. Im kommenden Jahr wird der Außenbeitrag die Konjunktur wieder in geringem Ausmaß stützen. Die Rezession wird sich auch negativ auf den deutschen Arbeitsmarkt auswirken. Die Erwerbstätigkeit wird in diesem und im nächsten Jahr um jeweils knapp 1 ½ Prozent zurückgehen, und die Anzahl der Arbeitslosen wird im Jahr 2009 auf 3,75 Millionen und im Jahr 2010 auf 4,3 Millionen ansteigen. Sinkende Einnahmen und steigende Ausgaben werden das Staatsdefizit in diesem Jahr auf rund 3 Prozent in Relation zum Bruttoinlandsprodukt ansteigen lassen. Im Jahr 2010 dürfte der Fehlbetrag bei 5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts liegen. Bestellung

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IW-Briefing
IW-Briefing, 2. Juni 2017

Tobias Hentze / Jochen Pimpertz Kein Raum für expansive SozialpolitikArrow

Auch wenn der Staatshaushalt 2017 und 2018 in der Summe Überschüsse erzielt, weisen die Haushalte der Renten- und Krankenversicherungen Defizite auf. Spielräume für eine expansive Sozialversicherungspolitik bestehen deshalb nicht. mehr

31. Mai 2017

Michael Grömling 50 Jahre magisches ViereckArrow

Das vor 50 Jahren erlassene Stabilitätsgesetz hat vier ökonomische Ziele in den Fokus gerückt, die von der Wirtschaftspolitik anzustreben sind. Doch wie gut ist es Deutschland seither wirklich gelungen, niedrige Arbeitslosigkeit, geringe Inflation, außenwirtschaftliches Gleichgewicht und stetiges Wirtschaftswachstum in Einklang zu bringen? Das magische Viereck im Überblick. mehr auf iwd.de

23. Mai 2017

Interview mit Peter Bofinger und Michael Grömling Wie sinnvoll ist aktive Konjunkturpolitik?Arrow

Mit dem Stabilitätsgesetz von 1967 vollzog Deutschland einen radikalen Kurswechsel: Der Staat strebte nun eine aktive Konjunktur- und Wachstumspolitik an. Der iwd hat zwei Experten gefragt, was sie heute von diesem Kurswechsel halten: Peter Bofinger, Mitglied des Sachverständigenrats (SVR) und Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Würzburg, sowie Michael Grömling, Leiter der Forschungsgruppe Konjunktur im IW Köln. mehr auf iwd.de