Obwohl das staatliche Abgaben-, Steuer- und Transfersystem nicht durchgehend bedarfsorientiert ausgestaltet ist, führt es zu einer weitgehend konsistenten Umverteilung von oben nach unten. Dies gilt auch dann, wenn man das Einkommen personenbezogen betrachtet und dabei den Haushaltskontext berücksichtigt. Die 30 Prozent der Personen mit dem niedrigsten Marktäquivalenzeinkommen erhalten im Durchschnitt, auf den Bedarf eines Singles umgerechnet, pro Monat über 900 Euro mehr vom Staat, als sie an Steuern und Abgaben leisten. Auch die private Umverteilung durch Unterhaltszahlungen, Unterstützungen, Betriebsrenten und Beihilfen von Organisationen ohne Erwerbszweck führt wie langfristig angelegte Spar- und Entsparprozesse zu einer ausgeglicheneren Einkommensverteilung. Dies spiegelt sich auch im Anteil der relativ betrachtet Einkommensarmen wider, der um 2 Prozentpunkte niedriger ausfällt, wenn man die privaten Umverteilungseffekte berücksichtigt.

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Armutsgefährdung
IW-Nachricht, 29. August 2017

Christoph Schröder Armutsgefährdung: Aufschwung kommt anArrow

Neue Zahlen des Statistischen Bundesamts zeigen: Trotz der Flüchtlingswelle ist der Anteil der Einkommensarmen im Jahr 2016 nicht gestiegen. Auch die Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland schwinden. mehr

Regionale Verschuldungssituation und Armutsgefährdung
IW-Kurzbericht, 11. August 2017

Klaus-Heiner Röhl / Christoph Schröder Regionale Verschuldungssituation und ArmutsgefährdungArrow

Die Überschuldung von Personen und die Armutsgefährdung stehen in einem engen räumlichen Zusammenhang, wie der Vergleich der einkommensbezogenen Armutsgefährdung und der Überschuldungsquote für die deutschen Kreise zeigt. mehr

10. August 2017

Judith Niehues Gerechtigkeit – alles eine Frage der WahrnehmungArrow

Diese Daten dürften all jene überraschen, die in Deutschland eine tief gespaltene, unzufriedene und von Abstiegsängsten bedrohte Gesellschaft sehen: Immer mehr Bundesbürger sind mit ihrem Lebensstandard zufrieden und viele ordnen sich in eine höhere gesellschaftliche Schicht ein als vor zehn Jahren. mehr auf iwd.de