Obwohl das staatliche Abgaben-, Steuer- und Transfersystem nicht durchgehend bedarfsorientiert ausgestaltet ist, führt es zu einer weitgehend konsistenten Umverteilung von oben nach unten. Dies gilt auch dann, wenn man das Einkommen personenbezogen betrachtet und dabei den Haushaltskontext berücksichtigt. Die 30 Prozent der Personen mit dem niedrigsten Marktäquivalenzeinkommen erhalten im Durchschnitt, auf den Bedarf eines Singles umgerechnet, pro Monat über 900 Euro mehr vom Staat, als sie an Steuern und Abgaben leisten. Auch die private Umverteilung durch Unterhaltszahlungen, Unterstützungen, Betriebsrenten und Beihilfen von Organisationen ohne Erwerbszweck führt wie langfristig angelegte Spar- und Entsparprozesse zu einer ausgeglicheneren Einkommensverteilung. Dies spiegelt sich auch im Anteil der relativ betrachtet Einkommensarmen wider, der um 2 Prozentpunkte niedriger ausfällt, wenn man die privaten Umverteilungseffekte berücksichtigt.

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16. Oktober 2017

Hubertus Bardt Afrika: Viele Probleme, viele ChancenArrow

Der afrikanische Kontinent wird von Europäern oft als ein einziges Land wahrgenommen, tatsächlich aber beheimatet er 54 Staaten mit teils sehr unterschiedlichen geografischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen. Die Prognosen für Afrika reichen von „dauerhafter Krisenkontinent“ bis zur „globalen Wirtschaftsmacht“. Für eine bessere Vorhersage lohnt ein genauerer Blick. mehr auf iwd.de

Wohngeld
IW-Nachricht, 5. Oktober 2017

Ralph Henger / Judith Niehues Das Wohngeld muss zukunftsfest werden Arrow

Nach der Erhöhung des Wohngeldes ist die Zahl der Wohngeldempfänger zuletzt deutlich angestiegen. Das hat das Statistische Bundesamt heute berichtet. Die Reform im vergangenen Jahr war überfällig, reicht aber längst nicht aus. Das Wohngeld sollte weiter gestärkt werden. mehr

Armutsgefährdung
IW-Nachricht, 29. August 2017

Christoph Schröder Armutsgefährdung: Aufschwung kommt anArrow

Neue Zahlen des Statistischen Bundesamts zeigen: Trotz der Flüchtlingswelle ist der Anteil der Einkommensarmen im Jahr 2016 nicht gestiegen. Auch die Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland schwinden. mehr