Akademiker der Fachrichtungen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) sind für deutsche Unternehmen, vor allem in den Hochtechnologiebranchen, und für die hiesigen Forschungseinrichtungen eine besonders wichtige Mitarbeitergruppe. Mittelfristig scheidet jedoch ein großer Teil der heute noch erwerbstätigen MINT-Akademiker altersbedingt aus dem Erwerbsleben aus und muss durch Nachwuchskräfte ersetzt werden. Dieser Ersatzbedarf wird aufgrund der demografischen Entwicklung zukünftig deutlich ansteigen. In der jüngeren Vergangenheit hat zwar die Anzahl an Absolventen naturwissenschaftlich-technischer Studienfächer spürbar zugenommen, sie wird aber nicht ausreichen, den Gesamtbedarf der Wirtschaft und Forschung zu decken. Es ist nämlich zu erwarten, dass Wirtschaftswachstum und Strukturwandel zu einem Zusatzbedarf an MINT-Akademikern in Unternehmen und Forschungseinrichtungen führen werden. Darüber hinaus sind unter den hiesigen Absolventen eines MINT-Studiums überdurchschnittlich viele Bildungsausländer, von denen ein großer Anteil aber nach dem Studium Deutschland wieder verlässt. Die Verfügbarkeit von MINT-Akademikern auf dem Arbeitsmarkt ist daher geringer, als allein der Blick auf die Absolventenzahlen verrät. Obwohl der Arbeitsmarktzugang für ausländische Absolventen bereits heute erleichtert ist, bleibt weiterer Handlungsbedarf zur Sicherung des künftigen Ersatz- und Expansionsbedarfs bei MINT-Akademikern.

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MINT-Herbstreport 2017
Gutachten, 16. November 2017

Christina Anger / Sarah Berger / Oliver Koppel / Axel Plünnecke MINT-Herbstreport 2017Arrow

Erfolgreiche Innovationspolitik ist in erster Linie gleichbedeutend mit einer erfolgreichen Fachkräftesicherungspolitik, konkret im Bereich der besonders innovationsrelevanten MINT-Qualifikationen. Hier hat die Arbeitskräftelücke einen neuen Allzeit-Höchststand erreicht und lag Ende September 2017 bei 290.900 Personen, 42,9 Prozent höher als im Vorjahr. mehr

Regionale Potenziale nutzen
Pressemitteilung, 2. November 2017

Hanno Kempermann / Agnes Millack Regionale Potenziale nutzenArrow

Die deutschen Großstädte boomen, die ländlichen Gegenden veröden. Zwar haben viele Regionen Entwicklungspotenzial, aber sie nutzen ihre Chancen bislang zu wenig, zeigt der Regionale Chancen Monitor (RCM) der IW Consult, einem Tochterunternehmen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). mehr