Das Wirtschaftswachstum und die Auswirkungen der vorangegangenen Arbeitsmarktreformen haben im Jahr 2007 die Balance von Sozialleistungsempfängern und Erwerbstätigen leicht verbessert. Gegenüber dem Vorjahr vergrößerte sich der Abstand zwischen der Erwerbstätigenquote und der Sozialleistungsempfängerquote in der Bevölkerungsgruppe der 18- bis 64-Jährigen um 2 Prozentpunkte, unter den Wahlberechtigten und in der Bevölkerung insgesamt um jeweils rund 1 Prozentpunkt. Diese positive Entwicklung hat allerdings die Herausforderungen für die langfristige Sicherung des Sozialstaates durch die Alterung der Bevölkerung nicht gemindert. Im Zeitraum 1992 bis 2007 sank bezogen auf die Gesamtbevölkerung die Erwerbstätigenquote um 3 Prozentpunkte auf 40,7 Prozent, während die Quote der Sozialleistungsempfänger um 6,5 Prozentpunkte auf 37,8 Prozent anstieg. Angesichts der tiefen Rezession und der schon beschlossenen Aufstockung verschiedener Transfers ist es möglich, dass der Abstand beider Quoten im Jahr 2010 auf null schrumpfen wird, sodass statistisch auf jeden Erwerbstätigen ein Sozialleistungsempfänger kommt.

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Pro und Contra Agenda 2010
Gastbeitrag, 7. September 2017

Michael Hüther und Gustav Horn auf chemie-arbeitgeber.de Pro und Contra Agenda 2010Arrow

Die Parteien diskutieren über Sinn und Nutzen der Arbeitsmarktreformen unter Gerhard Schröder. Die Chemie-Arbeitgeber haben IW-Direktor Michael Hüther und Gustav Horn, Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung, um ihre Meinung zur folgenden Frage gebeten: Hat die Agenda 2010 die deutsche Wirtschaft besser und wettbewerbsfähiger gemacht? mehr

7. April 2017

Arbeitsmarkt Die Reform des Arbeitslosengelds hat sich bewährtArrow

SPD-Politiker plädieren dafür, das Arbeitslosengeld I unter bestimmten Voraussetzungen länger als bisher zu gewähren. Dabei hat die Kürzung der maximalen Bezugsdauer im Zuge der Hartz-Reformen dazu beigetragen, die Beschäftigungssituation Älterer zu verbessern. Die Argumente für die restriktivere Regelung gelten nach wie vor. mehr auf iwd.de

Schulz setzt auf Emotionen statt Fakten
Gastbeitrag, 5. April 2017

Michael Hüther auf Tagesspiegel Causa Schulz setzt auf Emotionen statt Fakten Arrow

Kanzlerkandidat Schulz will die Fehler der Agenda 2010 korrigieren. Die Legitimation hierfür zieht er aus einem Einzelschicksal und nicht aus handfesten Beweisen. Mit solchen Vorgehen verlässt Politik trittsicher den Boden der Fakten, schreibt Michael Hüther in einem Debattenbeitrag auf causa.tagesspiegel.de. mehr