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Ein Wirtschaftseinbruch von historischer Dimension droht die Früchte des Aufschwungs der letzten drei Jahre zunichte zu machen: Die Beschäftigungsgewinne werden 2010 aufgezehrt sein, das Realeinkommen pro Kopf wird im laufenden Jahr 2009 nicht viel höher liegen als im Jahr 2006. Die Finanzmarktkrise hat eine systemische Verwundbarkeit der Realwirtschaft zutage treten lassen. Noch bedeutsamer ist, dass sich viele – und nicht nur Globalisierungsgegner – in ihrer Kritik am Paradigma der internationalen Arbeitsteilung bestätigt sehen. Die Zwillingskrise von Finanzwirtschaft und Realwirtschaft wird begleitet von einer Legitimations- und Vertrauenskrise der marktwirtschaftlichen Ordnung.

Mit der vorliegenden Studie legt das Institut der deutschen Wirtschaft Köln eine strukturierte Analyse des letzten Aufschwungs vor: Hatte Deutschland doch bis zum Jahr 2008 einen von vielen nicht erwarteten wirtschaftlichen Aufschwung verzeichnet. Dies lässt sich auf eine erfolgreiche Mischung aus wirtschaftlichen Faktoren und der einsetzenden Wirkung struktureller Reformen zurückführen. Alles in allem hatte sich das niedrige deutsche Potenzialwachstum seit dem Jahr 2003 nahezu verdoppelt, und die Reformpolitik der Bundesregierung hatte daran einen erheblichen Anteil. Die Wissenschaftler skizzieren aus dieser Betrachtung heraus die Bedingungen für einen neuen Take- off – und umreißen damit eine wirtschaftspolitische Agenda für die neue Legislatur.

Ansprechpartner

IW-Trends, 12. Oktober 2017

Hubertus Bardt Afrikas divergierende wirtschaftliche PotenzialeArrow

Der afrikanische Kontinent hat in den letzten Jahren wieder deutlich mehr internationale Aufmerksamkeit erfahren, zuletzt bei dem G20-Treffen in Hamburg. Zunehmend werden dabei auch wirtschaftliche Chancen und die Einbindung in internationale Wertschöpfungsketten diskutiert. mehr

Matthias Diermeier auf wiwo.de
Interview, 12. Oktober 2017

Matthias Diermeier auf wiwo.de „Berlin holt auf – aber nur geringfügig”Arrow

Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln zeigen: Deutschlands Pro-Kopf-Wohlstand fiele ohne die Hauptstadt höher aus. Das ist innerhalb der EU ein ungewöhnliches Phänomen. Ein Interview von IW-Ökonom Matthias Diermeier mit der Wirtschaftswoche. mehr

Pro und Contra Agenda 2010
Gastbeitrag, 7. September 2017

Michael Hüther und Gustav Horn auf chemie-arbeitgeber.de Pro und Contra Agenda 2010Arrow

Die Parteien diskutieren über Sinn und Nutzen der Arbeitsmarktreformen unter Gerhard Schröder. Die Chemie-Arbeitgeber haben IW-Direktor Michael Hüther und Gustav Horn, Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung, um ihre Meinung zur folgenden Frage gebeten: Hat die Agenda 2010 die deutsche Wirtschaft besser und wettbewerbsfähiger gemacht? mehr