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Ergebnisse multivariater Analysen auf Basis von Kreisdaten für die Jahre 2007 bis 2015 zeigen, dass zwischen Geschlechterverhältnis und Geburten ein statistisch signifikanter Zusammenhang besteht. Liegt die Zahl der Männer je 100 Frauen im Alter zwischen 20 und 44 Jahren um einen höher, so werden im Folgejahr unter sonst gleichen Bedingungen 0,018 Kinder je 100 Frauen in diese Altersgruppe mehr geboren. Liegt die Zahl der Frauen je 100 Männer um eine höher, werden 0,031 Kinder je 100 Männer mehr geboren. Wählt man die Gesamtbevölkerung zwischen 20 und 44 Jahren als Referenz, resultieren bei starken Männerüberschüssen von über 110 Männern je 100 Frauen substanziell geringere Geburtenzahlen. Dabei unterscheiden sich die Geschlechterverhältnisse regional sehr stark. Der niedrigste Männeranteil findet sich für das Jahr 2015 in Hamburg mit 98,8 Männern je 100 Frauen und der höchste in der statistischen Region Chemnitz mit einem Wert von 117,9. Auch in allen anderen ostdeutschen Regionen außer Berlin liegen die Werte bei über 108, was in Westdeutschland nur im Regierungsbezirk Niederbayern der Fall ist. Bei den Geburten sticht Sachsen mit besonders hohen Werte mit 317 je 10.000 Einwohnern zwischen 20 und 44 Jahren in der statischen Region Dresden, 310 in der Region Chemnitz und 307 in der Region Leipzig heraus. Die niedrigsten Werte finden sich im Saarland mit 266, dem Regierungsbezirk Oberfranken mit 270 und dem Regierungsbezirk Gießen mit 273 Geburten.