In diesem Zusammenhang werden datengetriebene Geschäftsmodelle zunehmend zu einem wettbewerbsentscheidenden Faktor, wie Beispiele amerikanischer Erfolgsunternehmen wie Google oder Facebook zeigen. Auch deutsche Unternehmen haben die Bedeutung datengetriebener Geschäftsmodelle erkannt. Wie eine Umfrage der IW Consult zeigt, verfügen bereits knapp 31 Prozent der deutschen Unternehmen über ein datengetriebenes Geschäftsmodell. Unternehmen diversifizieren ihr Portfolio durch eine Bandbreite an verschiedenen Produkten - von klassischen über computerisierten bis zu datengetriebenen -, um den komplexer werdenden Kundenbedürfnissen gerecht zu werden. Die überwiegende Mehrheit der Unternehmen wird von den Wettbewerbern auf dem Markt angetrieben und nimmt Impulse durch substitutive Produkte als Motivation für die Anpassung eigener Produkte im Geschäftsmodell wahr. Als größte Hemmnisse in Bezug auf die Implementierung von datengetriebenen Geschäftsmodellen empfinden Unternehmen, die bereits über ein datengetriebenes Angebot verfügen, die Suche nach Fachexperten und finanziellen Ressourcen. Unternehmen, die klassische Produkte und Dienstleistungen anbieten, werden hauptsächlich bei strategischen Fragen gehemmt, wie durch Unklarheiten beim Nutzen datengetriebener Angebote, eine fehlende Entwicklungsstrategie oder fehlende Ideen für digitale Produkte. Drei Handlungsempfehlungen, die aufzeigen, wie Unternehmen die Transformation ihres Geschäftsmodells hin zu einem datengetriebenen bewerkstelligen können, konnten insgesamt identifiziert werden: Potenziale von datengetriebenen Geschäftsmodellen verdeutlichen, Vernetzung von Unternehmen mit wissenschaftlichen Akteure verstärken und rechtliche Rahmenbedingungen definieren.