Der IMF sieht die Weltwirtschaft aktuell in einer Rezession, die mindestens so schlimm oder sogar schlimmer ist als die im Jahr 2009.

  • Neben den direkten Auswirkungen der Virusausbreitung beeinträchtigt auch die präzedenzlose Kapitalflucht die Entwicklung in den Schwellenländern.
  • In den USA, China und dem Euroraum liegt der Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor auf dem tiefsten Niveau seit Beginn der Erfassung. Der Index für das Verarbeitende Gewerbe hat ebenfalls starke Rückgänge verzeichnet.
  • Die Entspannung der Lage in China wird nur bedingt eine Rückkehr zur Normalität bedeuten, denn die chinesische Wirtschaft wird aufgrund der starken internationalen Vernetzung selbst nach Eindämmung der Virusausbreitung die Folgen der dramatischen Weltwirtschaftslage erheblich zu spüren bekommen.
  • Führende deutsche Ökonomen empfehlen die Emission von Gemeinschaftsanleihen im Wert von 1.000 Milliarden Euro, damit die EU Mitgliedstaaten unterstützen kann, die den Zugang zum Kapitalmarkt zu verlieren drohen.
  • Im Laufe der 13. Kalenderwoche wurden Szenarien zu den Auswirkungen der Corona-Krise in Deutschland im Jahr 2020 veröffentlicht. Der Sachverständigenrat hat dazu am 30. März ein Sondergutachten vorgelegt (SVR, 2020).
  • Demnach öffnet sich ein Möglichkeitsraum von BIP-Einbußen in einer Größenordnung von knapp 3 bis 20 Prozent für das Gesamtjahr 2020. Dabei werden die Dauer des Shutdowns, die Höhe des Produktionseinbruchs sowie Dauer und Verlauf der Erholung variiert.
  • Gemäß den beiden IW-Szenarien liegen die Wachstumseinbußen im Jahr 2020 zwischen 5 und 10 Prozent gegenüber der bisherigen Prognose.
  • Diverse Unternehmensbefragungen sprechen von einer flächendeckenden Beeinträchtigung der Geschäftsabläufe deutscher Unternehmen infolge der Corona-Pandemie. Gemäß der IW-Konjunkturumfrage nannten in der 13. Kalenderwoche 60 Prozent der Unternehmen starke Auswirkungen, weitere 38 Prozent sprachen von schwachen Effekten.