Umgekehrt gibt es aber auch Regionen, in denen die Bevölkerung – entgegen dem gegenwärtigen Trend in Deutschland – zurückgeht, während die Beschäftigung deutlich ansteigt. Dort ist es für die boomenden Unternehmen schwer, die notwendigen Fachkräfte zu gewinnen, um das Wachstum des Unternehmens zu gewährleisten. Die demografische Entwicklung dieser Regionen stellt ein Wachstumshindernis dar. Wenn sich diese Situation weiter verschlechtert, müssen Unternehmen möglicherweise einzelne Funktionen oder das ganze Betriebe an andere inländische oder ausländische Standorte verlagern, die attraktiver für qualifizierte Mitarbeiter sind. Anhand der Entwicklung von Bevölkerung und sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung werden die schrumpfenden Boomregionen in Deutschland ermittelt. Die dabei identifizierten Problemregionen weisen deutlich eine überdurchschnittlich ausgeprägte Anspannung am Arbeitsmarkt auf. Darauf aufbauend wird untersucht, in welche Richtung der gesamtdeutsche Zusammenhang zwischen Bevölkerung und Beschäftigung ausgeprägt ist. Es zeigt sich, sich beide Indikatoren gegenseitig positiv beeinflussen. Den drohenden Abwärtstendenzen, die sich trotz positiver wirtschaftlicher Aussichten ergeben können, muss durch Anstrengungen der beteiligten Unternehmen und Kommunen begegnet werden. Gemeinsam müssen sie die Attraktivität der Städte besonders für mobile und gut qualifizierte Bevölkerungsgruppen stärken.