Im Jahr 2015 wurden in Deutschland über eine Million Flüchtlinge registriert. In demselben Zeitraum wurden etwa 450.000 Asylanträge gestellt, was die höchste Antragszahl seit 1992 darstellt. Von den 450.000 Anträgen sind ungefähr 50 Prozent positiv beschieden worden, sodass nicht nur viele Anträge eingegangen sind, sondern auch viele Menschen längerfristig in Deutschland bleiben werden, die es zu integrieren gilt.

Diese Zuwanderung birgt gleichzeitig Herausforderungen und Chancen. Vor allem stellt sie die Menschen, Gesellschaft und Staaten jedoch vor eine Vielzahl von Dilemmata, die im folgenden Report beleuchtet werden. Dabei werden insbesondere die ethischen Dilemmata betrachtet, die auf den drei Ebenen der Gesellschaft vorliegen. Die Ordnungsebene steht vor Dilemmata hinsichtlich staatlicher Entscheidungen wie der geeignetsten Verteilung von Flüchtlingen über die Länder oder der Ausgestaltung von Asylverfahren. Die Institutionenebene sieht sich vor Entscheidungen wie der Unsicherheit bei der Einstellung von Flüchtlingen. Auf der Individualebene muss jeder Einzelne das Dilemma überwinden, ob und in welchem Ausmaß er eigenen Aufwand betreiben möchte, um eine Integration der Flüchtlinge zu unterstützen.

IW-Report

Dominik Enste / Janaina Drummond Nauck / Regina Schneider: Facetten und Fakten der Flüchtlingsdebatte – Eine Analyse aus wirtschaftsethischer Perspektive

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Ansprechpartner

10. Juli 2017

Philipp Deschermeier Achtung, demografischer WandelArrow

Wahr ist, dass es Deutschland derzeit so gut geht wie schon lange nicht mehr: Die Beschäftigung liegt auf Rekordniveau, die Arbeitslosigkeit ist auf dem niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung, die staatlichen Haushalte schreiben schwarze Zahlen und die Schulden sinken. Wahr ist aber auch: So wird es nicht bleiben. Die IW-Studie „Perspektive 2035“ zeigt, warum der demografische Wandel das Land vor große Herausforderungen stellt. mehr auf iwd.de

7. Juli 2017

Michael Grömling Arbeitskräftemangel bremst Wachstum aus Arrow

Wie wird sich die deutsche Wirtschaftsleistung im demografischen Wandel entwickeln? Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln hat dies bis ins Jahr 2035 vorausberechnet. Demnach wird die Produktivität zwar weiter steigen, doch die sinkende Zahl der Erwerbstätigen dämpft das Wachstum spürbar. mehr auf iwd.de

Arbeit für Flüchtlinge
Gastbeitrag, 22. Juni 2017

Regina Flake in der Welt Arbeit für FlüchtlingeArrow

Wenn Politik und Wirtschaft eng zusammenarbeiten und die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt gelingt, kann Deutschland vom Zuzug profitieren. Den Fachkräfteengpass wird dies aber kurzfristig kaum abmildern, schreibt IW-Ökonomin Regina Flake in einem Gastbeitrag für der Welt. mehr