Es besteht ein enger Zusammenhang zwischen der Bürobeschäftigung und dem Büromarkt. Schließlich ist die Bürobeschäftigung der wesentliche Treiber der Nachfrage nach Büroimmobilien. Das IW Köln erhebt seit einigen Jahren auf Basis einer eigenen Methodik die Bürobeschäftigung. In dieser Analyse werden sowohl Trends über alle Städte als auch die Entwicklung innerhalb der Branchen der Bürobeschäftigung in ausgewählten Städten untersucht. Neben deskriptiven Analysen wird auch eine Clusteranalyse durchgeführt, um vergleichbare Entwicklungen zu identifizieren und Hinweise für Portfoliostrategien zu erhalten.

Die Bürobeschäftigung in Deutschland und insbesondere in den Städten wächst. Teilweise liegen die Zuwächse sogar deutlich über dem Wachstum aller sozialversicherungspflichtig (SVP) Beschäftigten, wobei einige Branchen hierbei hervorstechen. Gerade die Zuwächse in den Segmenten Unternehmensberatung und IT im weiteren Sinne verdeutlichen, dass vor allem Arbeitsplätze für Hochqualifizierte entstehen, die ihrerseits wiederum die Wohnungsnachfrage in den Städten treiben. Anderen Branchen wie beispielsweise die der Pensionskassen und Versicherungen aber auch die Telekommunikationsbranche verzeichnen dagegen teils starke Rückgänge bei den Bürobeschäftigungszahlen.

Mainz, Wiesbaden und Magdeburg weisen jeweils Verluste der Bürobeschäftigten auf. Andere Städte, vor allem im Süden Deutschlands (allen voran Fürth und Ingolstadt), verzeichnen dagegen starke Zuwächse der Bürobeschäftigtenzahlen. Zudem ergibt die Clusteranalyse, dass sich Städte wie Dresden und Leipzig in ihrer Entwicklung an westdeutsche Städte wie Köln und Düsseldorf angleichen.