Eine stärkere Auslandsmobilität während des Studiums ist sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene im Rahmen des Bologna-Prozesses ein zentrales bildungspolitisches Ziel. Für einen Auslandsaufenthalt während des Studiums lassen sich ausgehend von den Ergebnissen der DAAD/IW-Befragung von 1.008 Personalverantwortlichen und auf der Basis vorausgegangener Studien fünf Gründe formulieren. Erstens verlangt der fortschreitende Prozess der Globalisierung vor allem in einem Land wie Deutschland, das tief in internationale Wertschöpfungsketten eingebunden ist, eine Vorbereitung auf berufliche Tätigkeiten, die zunehmend durch internationale Bezüge gekennzeichnet sein werden. Zweitens zeigt sich in einer Reihe von Befunden aus Absolventen- und Beschäftigerbefragungen, dass Auslandsaufenthalte nicht nur die immer notwendiger werdenden auslandsrelevanten Kompetenzen wie Fremdsprachenkenntnisse und interkulturelle Kompetenz verbessern, sondern darüber hinaus auch noch weitere relevante Fähigkeiten fördern. Dies führt drittens dazu, dass auslandserfahrene Absolventen gegenüber gleich qualifizierten Bewerbern ohne Auslandserfahrung mit besseren Einstellungschancen rechnen können. Außerdem haben sie viertens mehr Optionen, Tätigkeiten mit internationalen Bezügen zu übernehmen, deren Relevanz für die Unternehmen künftig zunehmen wird. Fünftens zeigen sich nach Auffassung der Unternehmen positive Effekte für die berufliche Leistungsfähigkeit insgesamt, was sich vor allem bei international tätigen Unternehmen durch einen Gehaltsvorsprung gegenüber nicht mobilen Absolventen auszahlen kann.

IW-Report

Christiane Konegen-Grenier / Beate Placke: Fünf gute Gründe für ein Auslandsstudium

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IW-Kurzbericht, 14. November 2017

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Arbeitszeitflexibilität ist ein wichtiges Merkmal attraktiver Arbeitgeber – besonders für die junge Generation, für die Arbeit und Freizeit nicht zwangsläufig räumlich und zeitlich strikt getrennte Lebensbereiche sind. Doch die Spielräume für Arbeitgeber sind begrenzt. mehr

Gutachten, 26. Oktober 2017

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Unternehmen können immer mehr Ausbildungsstellen nicht besetzen. Dies birgt die Gefahr, dass gerade kleine und mittlere Unternehmen mittelfristig ihre Ausbildungsaktivitäten zurückfahren, was gravierende Auswirkungen auf die Fachkräftesituation auf dem Arbeitsmarkt hätte. mehr

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Der Anteil der Abiturienten unter den Schulabgängern steigt seit vielen Jahren an. Inzwischen erwirbt mehr als die Hälfte eines Jahrgangs die Hochschulzugangsberechtigung und die Anzahl der Studienanfänger hat sich in den letzten 15 Jahren verdoppelt. Gleichzeitig brechen 29 Prozent ihr Studium vorzeitig ab. Das zeigt, dass die Entscheidung für ein Studium nicht für alle Studienanfänger optimal ist. mehr