Das Mindestlohn-Kompendium trägt alle wichtigen Informationen zusammen, die in der Mindestlohndebatte interessant sind. Zuerst werden die verschiedenen Arten von Mindestlöhnen dargestellt. Dann werden die Mindestlohnregelungen in Europa präsentiert. Neben den monatlichen Mindestlöhnen und den relativen Beträgen im Vergleich zum Durchschnittslohn gibt es auch eine Übersicht über die Mindeststundenlöhne. Anschließend werden alle gesetzlichen Mindestlohnregelungen in Deutschland besprochen. Die theoretische Analyse des Mindestlohns ergibt, dass er sich nur dann negativ auf den Arbeitsmarkt auswirkt, wenn er höher als der Gleichgewichtslohn ist. Empirische Analysen über den Mindestlohn in Deutschland ergeben, dass sich der Mindestlohn im ostdeutschen Bauhauptgewerbe und im gesamtdeutschen Dachdeckerhandwerk negativ auf die Beschäftigung ausgewirkt hat. Internationale Studien ergeben, dass in 56 Prozent der Studien der Mindestlohn einen negativen Effekt auf den Arbeitsmarkt hat. In nur 9 Prozent der Studien ist eine positive Wirkung festzustellen.

IW policy paper

Thomas Schuster: Mindestlohn – Beschäftigungsrisiken höher als behauptet

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Es gibt keine Krise bei Facharbeitern
IW-Nachricht, 14. Juni 2017

Holger Schäfer Arbeitsmarkt: Es gibt keine Krise bei FacharbeiternArrow

Einer neuen OECD-Studie zufolge ist der Anteil von Arbeitsplätzen mit mittlerer Qualifikation auch in Deutschland stark gesunken. Grund ist die Digitalisierung – dafür steigt die Beschäftigung der Hoch- und Niedrigqualifizierten. Allerdings gibt es für diese These zumindest hierzulande keine Belege. mehr

2. Juni 2017

Hagen Lesch Mindestlohn bringt Tarifbindung in GefahrArrow

Mit der Einführung des gesetzlichen Mindestlohns 2015 sind in vielen Branchen die Tariflöhne verdrängt und die Lohnabstände zwischen gelernten und ungelernten Tätigkeiten verringert worden. Das könnte die Tarifbindung schwächen. mehr auf iwd.de

31. Mai 2017

Michael Grömling 50 Jahre magisches ViereckArrow

Das vor 50 Jahren erlassene Stabilitätsgesetz hat vier ökonomische Ziele in den Fokus gerückt, die von der Wirtschaftspolitik anzustreben sind. Doch wie gut ist es Deutschland seither wirklich gelungen, niedrige Arbeitslosigkeit, geringe Inflation, außenwirtschaftliches Gleichgewicht und stetiges Wirtschaftswachstum in Einklang zu bringen? Das magische Viereck im Überblick. mehr auf iwd.de