Bund und Länder streiten seit 1995 über eine Reform der Grundsteuer. Das aktuelle Verfahren ist mittlerweile veraltet, ungerecht und nicht mehr verfassungskonform. Die Gründe für das bisherige Scheitern der Reformbemühungen sind die erheblichen Umverteilungswirkungen zwischen Ländern, Kommunen und Grundstückseigentümern, die mit allen diskutieren Modellen einhergehen. Der vorliegende Beitrag stellt die Ergebnisse eines neu entwickelten Simulationsmodells vor. Die Ergebnisse zeigen, dass die in diesem Beitrag weiter präzisierten Bodensteuermodelle nicht nur aus anreiztheoretischer Sicht überlegen sind, sondern bei einer aufkommensneutralen Grundsteuerreform auch politisch vertretbare Verteilungseffekte auslösen. Wir plädieren für die Umsetzung eines Bodensteuermodells, da es Investitionsentscheidungen der Eigentümer nicht belastet und baureife Grundstücke zu einer Bebauung mobilisiert. Zudem lassen sich die Einnahmen aus einer Bodensteuer mit einem geringem Verwaltungsaufwand erzielen. Aus diesen Gründen sollte sich die mit der Reform beauftragte länderoffene Arbeitsgruppe auch mit diesen Modellvarianten intensiv beschäftigen.

IW policy paper

Ralph Henger / Thilo Schaefer: Mehr Boden für die Grundsteuer – eine Simulationsanalyse verschiedener Grundsteuermodelle

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Die Steuerkonzepte von SPD und Union im Vergleich – Modellrechnungen für Singles, Paare und Familien
IW policy paper, 22. August 2017

Martin Beznoska Die Steuerkonzepte von SPD und Union im VergleichArrow

In den Wahlprogrammen für die Bundestagswahl 2017 haben sowohl Union als auch SPD Änderungen bei Steuern und Sozialabgaben vorgesehen. Die vorliegende Studie vergleicht die Programme und widmet sich der Frage, welche Einkommensgruppen und Haushaltskonstellationen in welcher Form profitieren würden. mehr

22. August 2017

Berit Schmiedendorf Alleine leben ist Standard Arrow

Alleine zu leben ist nicht bedauernswert, sondern in weiten teilen Europas ganz normal. In Deutschland werden rund vier von zehn Wohnungen von Singles genutzt. In einer ganzen Reihe von nordeuropäischen Ländern ist der Singlehaushalt mittlerweile der am häufigsten vertretene Haushaltstyp. mehr auf iwd.de

Three Risks for the German Residential Property Market
IW-Report, 21. August 2017

Michael Voigtländer Three Risks for the German Residential Property MarketArrow

With prices in the housing market surging since 2010, concerns about a possible speculative bubble are rising in Germany. In major cities such as Berlin, Hamburg and Munich, prices have gone up by more than 50 percent since 2010. This study shows, which parts of the residential property markets should be regarded with more caution. mehr