Die Frage nach bezahlbarem Wohnraum ist derzeit omnipräsent in der Politik. Insbesondere wird dabei gefragt, wie die Mietendynamik reduziert und durch Transfers und Subvention die Wohnkosten gesenkt werden können. Bislang kaum adressiert wurde jedoch die Frage, welche Anbietergruppen günstigen Wohnraum anbieten.

Aufbauend auf einer Auswertung von 300.000 Angebotsinseraten für die zehn größten Städte in Nordrhein-Westfalen zeigt diese Untersuchung, dass vor allem große Wohnungsunternehmen günstige Wohnungen anbieten. Neben Genossenschaften und kommunalen Wohnungsgesellschaften sind dies vor allem große private Wohnungsunternehmen. Diese privaten Wohnungsunternehmen stellen teilweise ein deutliches größeres Wohnungsangebot zur Verfügung als Genossenschaften oder öffentliche Anbieter.

Die Preisunterschiede zwischen den Gruppen zeigen sich nicht nur bei den Durchschnittsmieten, sondern auch im Rahmen einer ökonometrischen Analyse. Bei gleichen Lagen und Wohnungsqualitäten liegen die Mieten der Genossenschaften 16 Prozent und die der kommunalen Wohnungsgesellschaften 5,7 Prozent unter dem Mietenniveau der anderen Wohnungsunternehmen und der anderen privaten Vermieter (Kleinvermieter). Große Wohnungsunternehmen ordnen sich mit einem Wert von 6,5 Prozent zwischen den Genossenschaften und den kommunalen Wohnungsgesellschaften ein.

Ursächlich für die Mietpreisvorteile sind vor allem Größenvorteile. Diese Kostenvorteile erlauben es den Unternehmen günstigere Mieten anzubieten. Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass die Politik zur Sicherstellung bezahlbaren Wohnraums nicht nur auf kommunale Gesellschaften setzen sollte, sondern auch große private Wohnungsunternehmen berücksichtigen sollte.

IW policy paper in Kooperation mit der LEG Immobilien AG

Philipp Deschermeier / Heide Haas / Michael Voigtländer: Anbieter von günstigem Wohnraum – Eine Analyse für zehn Großstädte in NRW

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Angesichts niedriger Zinsen und eines vermehrten privaten Vorsorgebedarfs hat das Wohneigentum an Attraktivität gewonnen. Gleichzeitig gibt es aber Sorgen über eine Überhitzung des Wohnungsmarktes. mehr

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Der Abbau von Regulierungshemmnissen ist der beste Weg, um Investitionen in den Bestand und den Neubau anzukurbeln und die dringend erforderliche Entlastung vieler Immobilienmärkte in Großstädten und Ballungsregionen voranzutreiben. Dies geht aus dem Gutachten für den ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss hervor. mehr

IW-Kurzbericht, 19. Juni 2017

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Bautätigkeit und Baubedarf fallen in Deutschland räumlich auseinander. Während es in allen Großstädten an Wohnungen mangelt, werden in vielen ländlichen Regionen deutlich zu viele Einfamilienhäuser gebaut. Dies zeigt die Baubedarfsanalyse des IW Köln für den Zeitraum 2011 bis 2015. mehr