Die Digitalisierung ist in aller Hände. Das Smartphone hat in den vergangenen neun Jahren die private Lebensführung gewaltig verändert. Jederzeit und überall sind wir vernetzt, wir haben in Echtzeit Entscheidungsoptionen und Steuerungsmöglichkeiten. Die dahinter stehenden Hersteller der Hardware und die als Dienstleister über Plattformen agierenden Softwareproduzenten sind die Treiber dieser Ausprägung des Strukturwandels. Doch – wenngleich weniger öffentlich präsent und greifbar – die digitale Transformation erfasst nicht minder intensiv die traditionellen industriellen Bereiche, das Stichwort „Industrie 4.0“ steht dafür.

Die politische und öffentliche Diskussion über die notwendige Steuerung dieser Transformation ist durch ein Suchen nach Ansatzpunkten ebenso geprägt wie durch lautstarke Forderungen nach gezielte Interventionen auf Basis des Wettbewerbsrechts. Dabei fällt auf, dass die verschiedenen Ausprägungen der digitalen Transformation weder hinreichend differenziert noch systematisch erfasst werden. Dieser Aufgabe stellt sich der Beitrag. Es wird eine Systematik für die digitalen Geschäftsmodelle entwickelt, um diese in verschiedenen Wirkungsbereichen analytisch zu nutzen und einen wirtschaftspolitischen Handlungsbedarf konsistent abzuleiten.