Die fortschreitende Digitalisierung macht Anpassungen des Urheberschutzes erforderlich. Sowohl das Europäische Parlament als auch die Europäische Kommission haben dazu inzwischen Vorschläge vorgelegt. Hintergrund ist, dass die Art, wie kreative Güter produziert und verbreitet werden, durch digitale Technologien und die Verbreitung des Internet stark verändert wurde. Eine Herausforderung, die sich dadurch ergibt, ist die Anwendung des Ursprungslandprinzips und die daraus resultierende Praxis des Geo-Blocking. Eine weitere Herausforderung besteht in Bezug auf die Frage der Weiterveräußerung digitaler Güter. Die einzelnen Stakeholder haben unterschiedliche Interessen bezüglich der Problemfelder. So zeigt sich beispielsweise, dass die Konsumenten (private oder institutionelle Nutzer) ein Interesse an der Weiterveräußerung digitaler Güter haben, die Anbieterseite (Autoren, Verwertungsgesellschaften, Verleger) dieses hingegen nicht hat. Der Parlamentsvorschlag zur Urheberrechtsreform entspricht eher den gewünschten politischen Maßnahmen der Anbieter als denen der Nachfrager. Bei zukünftigen Entscheidungen auf EU-Ebene sollte versucht werden, einen nachvollziehbaren Rechtsrahmen zu schaffen und somit Rechtssicherheit zu erzeugen.

IW policy paper

Marie Möller: Digitalisierung und europäischer Urheberschutz – Zwischen ökonomischen Herausforderungen und Stakeholder-Interessen

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IW policy paper

Marie Möller: Digitisation and European Copyright Protection – Between Economic Challenges and Stakeholder Interests

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13. Oktober 2017

Annette Dietz Digitalisierung: Bremsklotz MenschArrow

Das Internet mit all seinen Möglichkeiten verändert die Arbeitswelt grundlegend. Doch die Unternehmen haben weniger mit der technologischen Seite der digitalen Revolution zu kämpfen als mit der menschlichen – bei Führungskräften und Mitarbeitern. mehr auf iwd.de

9. Oktober 2017

Agnes Millack Endspurt in NiedersachsenArrow

Deutschlands Superwahljahr befindet sich auf der Zielgeraden: Kurz nach der Bundestagswahl findet am 15. Oktober in Niedersachsen die fünfte und letzte Landtagswahl dieses Jahres statt. Mehr als sechs Millionen Niedersachsen werden dann – drei Monate früher als geplant – über die künftige Zusammensetzung des Parlaments in Hannover entscheiden. mehr auf iwd.de

Berliner Gespräche Herbsttagung
Veranstaltung, 5. Oktober 2017

Berliner Gespräche Herbsttagung Der Investitionsstandort D vor strukturellen VeränderungenArrow

Die deutsche Volkswirtschaft hat sich in den vergangenen Jahren außerordentlich stabil entwickelt. Für die nähere Zukunft stellen sich jedoch Herausforderungen, die nicht früh genug angegangen werden können: Die demografische Entwicklung führt zwar nicht zu einer Schrumpfung unserer Gesellschaft, wohl aber zu ihrer weiteren Alterung. Gleichzeitig verändert die Digitalisierung die traditionelle Industrie grundlegend. mehr