Jeder Zweite in die Großstadt Image

Die Zuwanderung nach Deutschland erreicht neue Höchststände: Voraussichtlich sind im Jahr 2013 im Saldo 410.000 Menschen zugezogen. Damit hat sich die Situation binnen 5 Jahren radikal verändert. Denn in den Jahren 2008 und 2009 war Deutschland noch ein Abwanderungsland. Bedingt durch die Finanz- und Wirtschaftskrise war damals die Zahl der zugewanderten ausländischen Fachkräfte rückläufig. In den Folgejahren ist dann die Arbeitsmigration sprunghaft angestiegen. Die häufigsten Motive für Migration sind neben Familienzusammenführung verstärkt Arbeit und Bildung.

Im Jahr 2012 stehen 1,08 Millionen Zuzügen 712.000 Fortzügen gegenüber. Dabei kamen 2012 im Saldo die meisten Zuwanderer aus Polen (+184.000), gefolgt von Rumänien (+117.000), Bulgarien (+59.000) und Ungarn (+55.000). Danach folgen drei der fünf PIIGS-Staaten, die mit großen Problemen auf ihren Arbeitsmärkten zu kämpfen haben: Italien (+45.000), Spanien (+38.000) und Griechenland (+36.000). Gerade aus diesen Ländern ist die Zuwanderung sprunghaft um über ein Drittel binnen einen Jahres angestiegen. Traditionell sind Großstädte die erste Anlaufstation für Einwanderer aus dem Ausland. Dies gilt insbesondere für Hochqualifizierte. Gerade dort findet die so genannte „kreative Klasse“ attraktive Rahmenbedingungen, die sich nach dem 3-T-Modell des US-Ökonomen Richard Florida, aus den Indikatoren Technologie, Talent und Toleranz zusammensetzen. Ideale Voraussetzungen bestehen speziell in den vier Millionenstädten Berlin, Hamburg, München und Köln, die ein weltoffenes Umfeld mit starken und zukunftsträchtigen Wirtschaftsbranchen bieten. Aber auch Bildung wird bei der Zuwanderung immer wichtiger. Das Jahr 2012 verzeichnet die bislang höchste Zahl an ausländischen Studienanfängern.

Die immer wichtiger werdenden Zuwanderungsmotive Arbeit und Bildung führen dazu, dass immer mehr Migranten in die Metropolen und in die Universitätsstädte ziehen. Aktuell zieht fast jeder Zweite in eine Großstadt – also in eine Stadt mit mehr als 100.000 Einwohnern, während Anfang des letzten Jahrzehnts nur jeder Dritte in eine Großstadt zog (Schaubild). Es ist zu erwarten, dass die Zuwanderung mittelfristig auf hohem Niveau verbleiben wird. Damit wird auch die Nachfrage nach Wohnungen in den Großstädten weiter steigen.

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28. Juni 2017

Hanno Kempermann Abwassergebühren: Kanal fatal Arrow

Die Preise, die Verbraucher für die Entsorgung von Abwässern zahlen müssen, variieren je nach Wohnort um mehrere Hundert Euro jährlich. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der IW Consult, die im Auftrag des Eigentümerverbands Haus & Grund ein Abwasserranking für Deutschlands 100 größte Städte erstellt hat. mehr auf iwd.de

Arbeit für Flüchtlinge
Gastbeitrag, 22. Juni 2017

Regina Flake in der Welt Arbeit für FlüchtlingeArrow

Wenn Politik und Wirtschaft eng zusammenarbeiten und die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt gelingt, kann Deutschland vom Zuzug profitieren. Den Fachkräfteengpass wird dies aber kurzfristig kaum abmildern, schreibt IW-Ökonomin Regina Flake in einem Gastbeitrag für der Welt. mehr

22. Juni 2017

Berit Schmiedendorf 110.000 neue BundesbürgerArrow

Rund 110.000 Ausländer haben sich im Jahr 2016 in Deutschland einbürgern lassen - gut 3.000 mehr als 2015. In den Jahren 2013 und 2014 war die Zahl der neuen Bundesbürger noch zurückgegangen. mehr auf iwd.de