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Nach Ansicht der Umweltexperten bleiben die Klima- und die Energiepolitik auch in diesem Jahr Topthemen der Wirtschaft. Im Unterschied zu den umweltpolitischen Prioritäten der Wirtschaft im Jahr 2008 wird diesmal die aktuelle nationale und europäische Klimapolitik höher gewichtet als das Thema globale Klimapolitik nach Kyoto. Das letztgenannte Thema bezieht sich auf die internationale Klimapolitik nach 2012 und ist somit aus mittel- bis langfristiger Perspektive von Bedeutung. Das Kyoto-Nachfolgeabkommen soll auf der Kopenhagener UN-Klimakonferenz im Dezember 2009 ausgehandelt werden. Ihr Erfolg setzt die Einbeziehung der USA sowie Chinas und Indiens voraus. Angesichts dieser Voraussetzung steht die Mehrheit der befragten Umweltexperten dem Gelingen der globalen Klimapolitik nach Kyoto skeptisch gegenüber. So gehen über zwei Drittel der befragten Umweltexperten davon aus, dass es auf der Kopenhagener Klimakonferenz eher nicht gelingen wird, verbindliche Reduktionsziele für den Ausstoß von Treibhausgasen mit starken Verpflichtungen für die USA und einem sichtbaren Klimaschutzbeitrag von Entwicklungs- und Schwellenländern wie China und Indien zu verabschieden.

Das Top-Umweltthema der Wirtschaft im Jahre 2009 ist die aktuelle deutsche und europäische Klimapolitik. Über 26 Prozent der Umweltexperten sehen hierin die wichtigste Priorität. Der Grund hierfür ist darin zu sehen, dass hier im Vergleich zur langfristigen globalen Klimapolitik konkrete wirtschaftspolitische Implikationen für Unternehmen in absehbarer Zeit erwartet werden.

Insbesondere die klima- und energiepolitischen Beschlüsse der Europäischen Union können die betroffenen Unternehmen zusätzlich belasten. So sieht das umfangreiche EU-Klimapaket vom Dezember 2008 beispielsweise vor, dass 20 Prozent der Emissionszertifikate 2013, dann 70 Prozent im Jahr 2020 und schließlich 100 Prozent im Jahre 2027 versteigert werden sollen. Die Versteigerung der bisher kostenlos zugeteilten Emissionsrechte verursacht zusätzliche Belastungen durch die direkt anfallenden Kosten für den Kauf von Zertifikaten sowie durch höhere Strompreise. Dies führt zur Gefährdung der Wettbewerbsfähigkeit der betroffenen Branchen, vor allem von energieintensiven Industrien in Deutschland. Die Versteigerung hat zudem keine zusätzlichen Klimaschutzeffekte, da für den Klimaschutz allein die Gesamtmenge der Emissionszertifikate und nicht die Art der Zuteilung entscheidend ist. Des Weiteren sieht das EU-Energie- und Klimapaket bis zum Jahr 2020 eine Erhöhung des Anteils an erneuerbaren Energien am EU-Energieverbrauch auf 20 Prozent vor. Zudem soll im gleichen Zeitraum eine CO2-Reduktion um 20 Prozent in der EU realisiert werden.

Über 22 Prozent der Umweltexperten stufen das Thema Energieeffizienz für sich als das wichtigste Umweltthema ein. Mit der starken Bewertung der Energieeffizienz innerhalb umweltpolitischer Prioritäten der Wirtschaft kommt die Themenrelevanz in doppelter Hinsicht zum Ausdruck: Zum einen betonen sie die ökonomische Bedeutung des Themas angesichts der steigenden Energiekosten. Die Unternehmen versuchen mit der Erhöhung der Energieeffizienz die zunehmende ökonomische Belastung bedingt durch steigende Energiekosten zu reduzieren. Zum anderen leisten sie mittels Strategien und Maßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz einen großen Beitrag zum Klimaschutz.

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