Wie sich diese Änderungen auf den langsamen, aber kontinuierlichen Rückgang der Teilnehmerzahl im EMAS-Vorreiterland Deutschland auswirken werden, bleibt abzuwarten.Eine Änderung betrifft die Anforderungen an kleine und mittlere Organisationen. Diese Teilnehmer brauchen, falls bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind, nun ihre Umwelterklärung statt bisher jährlich nur noch alle zwei Jahre aktualisieren. Die Validierung der kompletten Umwelterklärung durch einen Gutachter soll jetzt alle vier statt bisher alle drei Jahre erfolgen. Angesichts des großen Anteils der kleinen und mittleren Unternehmen an den EMAS-Registrierungen in Deutschland ist diese Erleichterung positiv zu bewerten.

Eine weitere Erneuerung bezieht sich auf die Berichterstattung. In der Umwelterklärung müssen nun Angaben zu Kernindikatoren gemacht werden, die die Umweltleistung der Organisation in Schlüsselbereichen wie Energie- und Materialeffizienz, Wasser, Abfall, Emissionen und biologische Vielfalt betreffen. Dies ist dann nicht erforderlich, wenn eine teilnehmende Organisation die Indikatoren für ihre direkten Umweltbelange nicht als wesentlich einstuft. Bisher gab es zwei unterschiedliche Versionen des EMAS-Logos, die sich durch die Zusätze „geprüftes Umweltmanagement“ und „geprüfte Informationen“ unterschieden. Um mehr Klarheit zu schaffen, wird es nach EMAS III nur noch das EMAS-Logo mit dem Zusatz „geprüftes Umweltmanagement“ geben. Die Verwendung dieses Logos auf Produkten und deren Verpackungen ist jedoch wie bisher untersagt. Dies wurde durch das Europäische Parlament entgegen des Votums von Deutschland und einigen anderen Mitgliedstaaten sowie der Präferenz der EU-Kommission beschlossen. Eine weitere wichtige Änderung bezieht sich auf die Erweiterung des räumlichen Geltungsbereiches (Global EMAS). Nun können sich auch Organisationen außerhalb der Gemeinschaft an EMAS beteiligen. Der Einfluss dieser Erweiterung ist jedoch wegen der hohen Akzeptanz der internationalen ISO-Norm 14001 als gering einzuschätzen.

www.emas.de

6. April 2017

Ökodesign Stoffe, Lacke, FahrradanhängerArrow

Möglichst ressourcenschonende Produkte zu entwickeln, kommt nicht nur der Umwelt zugute, sondern kann den Unternehmen auch helfen, Kosten zu sparen. Bislang wagt sich aber nur die Hälfte der Industriefirmen in Deutschland auf dieses Feld – und die wenigsten von ihnen mit Nachdruck. mehr auf iwd.de

15. Februar 2017

Biolebensmittel Intellektuelle essen gesünderArrow

Es ist längst nicht nur ein gut gefülltes Bankkonto, das die Bundesbürger zu ökologisch erzeugten Nahrungsmitteln greifen lässt. Auch die Lebenseinstellung, das Bildungsniveau und das Alter beeinflussen das Einkaufs- und Ernährungsverhalten, wie eine IW-Auswertung zeigt. mehr auf iwd.de

Pläne der EU-Kommission: Auch wir müssen mehr recyceln
Gastbeitrag, 1. Dezember 2016

Adriana Neligan in der Alternativen Kommunalpolitik Pläne der EU-Kommission: Auch wir müssen mehr recycelnArrow

Deutschland recycelt derzeit offiziell 64 Prozent seiner Siedlungsabfälle und ist damit Spitzenreiter in Europa, schreibt IW-Ökonomin Adriana Neligan in der Zeitschrift Alternative Kommunalpolitik. Allerdings wird hier auch Abfall als recycelt gewertet, der verbrannt wird. Die EU-Kommission will in Zukunft nur noch solche Abfälle als recycelt ansehen, die auch tatsächlich wiederverwertet werden. mehr