Fast alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen haben schon einmal etwas vom Klimawandel gehört. Ebenso sehen fast alle in ihm ein Problem. Als großes oder sehr großes Problem bezeichnen den Klimawandel gut drei Viertel der Befragten. Knapp zwei Drittel sehen gar die Existenz der Menschheit durch den Klimawandel bedroht. Zugleich erachtet etwas mehr als jeder dritte Befragte die Berichterstattung über den Klimawandel in den Medien als übertrieben; fast die Hälfte hält die Berichte im Großen und Ganzen für angemessen.

Der Klimawandel wird von den allermeisten Teilnehmern als ein von Menschen gemachtes Phänomen verstanden (80 Prozent). Eine weniger stark ausgeprägte Mehrheit, nämlich 65 Prozent, macht vor allem die „reichen Industrieländer“ hierfür verantwortlich. Dass die wirtschaftlich schnell wachsenden Schwellenländer mittlerweile einen hohen Beitrag zur weltweiten Emission klimaschädlicher Gase leisten, wird zumindest von Teilen der Befragten so gesehen. Die Mehrheit der Befragten sieht die armen Länder vorrangig vom Klimawandel betroffen. Diese Einschätzung stimmt mit dem wissenschaftlichen Erkenntnisstand überein.

Obwohl die Folgen des Klimawandels als existentiell bedrohlich angesehen werden, meint eine große Mehrheit der Befragten, die Zeit zum Handeln sei noch ausreichend. Wissenschaft und Technik trauen sie hierbei nur begrenzt zu, die entscheidenden Lösungen zu liefern. Eher sehen sie den richtigen Weg in Verhaltensänderungen. Hierzu lässt sich anmerken, dass das Potenzial technischer Lösungen unterschätzt wird bzw. nicht hinreichend bekannt ist.

Verhaltensänderungen sind jedoch ein wichtiger Bestandteil bei der Milderung des Klimawandels. Diese können auch aus der Reaktion auf Preissignale bestehen, also etwa in der Realisierung wirtschaftlich vorteilhafter Energiesparmaßnahmen im privaten Bereich. Der Einzelne entscheidet schließlich darüber, ob und wie er angebotene technische Lösungen einsetzt. Eine grundsätzliche Handlungsbereitschaft lassen jedenfalls die Antworten der Befragten vermuten, denn mit gut 50 Prozent der Nennungen steht „bewusstes Energiesparen im Alltag“ an der ersten Stelle der Maßnahmen zum Schutz des Klimas, die ihnen in einer weiteren Frage vorgelegt wurde.

www.shell.de/home/content/deu/aboutshell/our_commitment/shell_youth_study/2010/

7. November 2017

Interview mit Jürgen Hacker „Nationale Alleingänge sind in der Klimapolitik kontraproduktiv“Arrow

Immer wieder wird das Emissionshandelssystem der EU dafür kritisiert, das Klima nicht ausreichend zu schützen. Doch trotz einiger Unzulänglichkeiten ist es für den Umweltökonomen Jürgen Hacker der beste Weg, um die Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Im iwd-Interview erklärt der Vorsitzende des Bundesverbands Emissionshandel und Klimaschutz (bvek), wie sich der Zertifikatehandel noch optimieren ließe. mehr auf iwd.de

6. November 2017

Benjamin Tischler Klimapolitik: Worthülsen mit Inhalt füllen Arrow

Vom 6. bis zum 17. November schaut die Welt gebannt auf Bonn. Denn auf der 23. UN-Klimakonferenz geht es darum, die bislang überwiegend vagen Worthülsen des Pariser Klimaabkommens mit konkreten Regelungen zu füllen. Je schneller dies gelingt, desto früher können Klimaschutzverpflichtungen verhandelt werden. Die Zeit drängt, denn ohne rasche und drastische Emissionsreduktionen kann die globale Erwärmung nicht auf 2 Grad Celsius begrenzt werden. mehr auf iwd.de

CO2-Regulierung des Straßenverkehrs in Europa – ein Kompendium
Gutachten, 9. August 2017

Thomas Puls CO2-Regulierung des Straßenverkehrs in EuropaArrow

Der Verkehrssektor steht bei der Dekarbonisierung vor besonderen Herausforderungen, denn der Bedarf an Mobilität von Personen und Gütern nimmt global rasant zu, vor allem in den aufstrebenden Schwellenländern. Aufgrund seiner Schlüsselstellung für die Mobilität wird die künftige Kohlendioxid-Regulierung von Pkw und Lkw eine gewichtige Rolle für die Klimapolitik spielen. mehr