Öffentliche Investitionen gelten als ein wichtiger Baustein für die Zukunftsfähigkeit einer Volkswirtschaft. Für Deutschland erfasst das Statistische Bundesamt die Investitionsausgaben der Kern- und Extrahaushalte der öffentlichen Hand. Dabei unterscheidet das Bundesamt verschiedene Arten von Investitionsausgaben: Sachinvestitionen, darunter insbesondere Baumaßnahmen, den Erwerb von Beteiligungen an Unternehmen sowie die Vergabe von Darlehen und Zuschüssen an nicht öffentliche Bereiche, also ebenfalls Unternehmen.

Bund, Länder und Gemeinden tragen jeweils rund ein Drittel der Investitionen in Höhe von 92 Milliarden Euro im Jahr 2017 (Statistisches Bundesamt, 2018). Dies entspricht einem Anteil an den bereinigten Gesamtausgaben von 9,2 Prozent. Insgesamt ist die öffentliche Investitionsquote im Jahr 2017 gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen, liegt jedoch weiter unter dem mehrjährigen Durchschnitt (2010 - 2016), da sie zuvor über Jahre gesunken war (Statistisches Bundesamt, verschiedene Jahrgänge). Insbesondere der Bund ist dabei für den Anstieg verantwortlich.

Je nach Investitionsart zeigt sich ein unterschiedliches Bild. Zuschüsse und Darlehen an nicht öffentliche Bereiche werden traditionell weitgehend (im Jahr 2017 zu 95 Prozent) von Bund und Ländern gewährt. In den vergangenen Jahren sind die Darlehen und Zuschüsse spürbar zurückgegangen, wobei der Bund jüngst diesen Trend mit höheren Zuweisungen stoppen konnte.

Der Erwerb von Beteiligungen ist insbesondere seitens des Bundes eher volatil. So erklärt sich beispielsweise der Rückgang der Investitionsquote des Bundes in den Jahren 2014 und 2015. Während der Bund 2012 noch 3 von 100 Euro für den Erwerb von Beteiligungen ausgab, fiel der Wert im Jahr 2015 auf 10 Cent. Länder und Gemeinden geben seit 2010 jeweils rund jeden hundertsten Euro für den Erwerb von Beteiligungen aus.