Feinstaub-Jahresmittelwerte 2000-2008
Feinstaub-Jahresmittelwerte 2000-2008

Ein fundiertes Urteil über die Wirksamkeit von Umweltzonen sollte erst dann getroffen werden, wenn am 1. Januar 2010 die neue Grenzwerte für die Belastung mit Stickstoffdioxid (NO2) in Kraft treten. Es ist zu erwarten, dass die Umweltzonen bei der Bekämpfung dieses Schadstoffes mehr bewirken werden als beim Feinstaub. Das wird auch notwendig sein, denn der neue Grenzwert wird in Deutschland flächendeckend überschritten werden.Seit 2005 gelten in Deutschland Grenzwerte für die Feinstaubbelastung. Maßnahmen zu deren Einhaltung sind einklagbar. Zum Jahreswechsel tritt zudem ein Grenzwert für Stickoxide in Kraft, dann gilt als Grenze:• ein Jahresmittelwert von 40 Mikrogramm (µg) Feinstaub pro Kubikmeter Umgebungsluft. Im Jahr 2008 wurde dieser Wert an einem Ort überschritten.

• an maximal 35 Tagen im Jahr ein Tagesdurchschnittswert von 50 µg pro Kubikmeter Umgebungsluft. Im Jahr 2008 wurde dieser Wert an 19 Messpunkten überschritten. Im Vorjahr waren es 38, im Jahr 2006 sogar 100.• ein Jahresmittelwert von 40 µg NO2 pro Kubikmeter Umgebungsluft. Dieser wurde zuletzt an gut 90 Stationen überschritten.Die Messung erfolgt dabei an drei verschiedenen Stationstypen. Die geringsten Werte werden auf dem Land gemessen, sie spiegeln die natürliche Belastung der Luft mit Feinstaub wieder. Die zweite Kategorie misst die städtische Hintergrundbelastung. Dies trägt der Tatsache Rechnung, dass Feinstaub aus diversen Quellen stammen kann. Die höchsten Werte werden an verkehrsnahen Stationen gemessen, an denen der Straßenverkehr als weiterer Großemittent hinzukommt. Die Differenz der Stationswerte gibt also einen Hinweis auf die Bedeutung einzelner Emittenten. Die günstige Entwicklung bei der Feinstaubbelastung ist bei allen Arten von Messstationen zu beobachten. Die durchschnittliche Belastung lag im letzten Jahr bei knapp 13 µg im ländlichen Raum, im Rekordjahr 2003 waren es noch 20 µg. Auch die Hintergrundbelastung in den Städten ist deutlich gesunken. Diese Stationen meldeten zuletzt einen Jahresdurchschnitt von 20 µg, während die verkehrsnahen Stationen im Durchschnitt auf gut 23 µg kamen. Die gleichförmige Entwicklung an allen Stationstypen legt den Verdacht nahe, dass es flächendeckend wirkende Faktoren waren, welche die Feinstaubbelastung reduziert haben. Vermutlich wurde der Trend vor allem durch eine günstige Witterung und die Verbreitung emissionsärmerer Fahrzeuge im Bestand ausgelöst.Aus diesen Daten lässt sich aber kaum ablesen, wie sich die im letzten Jahr eingeführten Umweltzonen auf die Feinstaubbelastung ausgewirkt haben. Hierzu gibt es bislang widersprüchliche Aussagen. Eine Berliner Untersuchung schreibt der Umweltzone im Jahresdurchschnitt eine Minderung von 3 Prozent zu, was vier Tagen mit Grenzwertüberschreitung entsprechen soll. Damit lag die Reduktion nach Angaben des Senats etwas unter den Erwartungen. Allerdings ist zu erwarten, dass die Umweltzone bei einer Ausweitung der Fahrverbote auf weitere Fahrzeuge deutlich größere Wirkungen erzielt. Zu einem ganz anderen Ergebnis kommt eine Vergleichsstudie des ADAC. Diese Studie weist für Berlin sogar einen Anstieg der Feinstaubbelastung an den Verkehrsmessstationen von 0,4 Prozent im Jahresmittel aus. Beide Studien sehen in Bezug auf das NO2 eine größere Wirksamkeit der Umweltzonen. In Anbetracht der flächendeckenden Überschreitung des NO2-Grenzwertes spricht daher vieles dafür, das Instrument Umweltzone verstärkt zu nutzen, auch wenn die Wirkung beim Feinstaub unsicher ist.www.umweltbundesamt.de/uba-info-medien/mysql_medien.php?anfrage=Kennummer&Suchwort=3565www.berlin.de/sen/umwelt/luftqualitaet/de/luftreinhalteplan/download/04-15-PK-Umweltzone.pdfwww1.adac.de/images/Wirksamkeit-Umweltzonen_Bericht_neu_tcm8-256149.pdf

Leverkusener Brücke
IW-Nachricht, 11. Oktober 2017

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Das Bundesverwaltungsgericht hat heute den Weg frei gemacht für den Ersatzneubau der Leverkusener Brücke. Damit kann an einem der größten Nadelöhre des deutschen Fernstraßennetzes ab dem Frühjahr endlich gebaut werden. Aber die Brücke in Leverkusen ist nur die Spitze des Eisbergs. mehr

13. September 2017

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Erst Dieselgate, dann der Verdacht auf Kartellabsprachen – an Negativschlagzeilen herrscht für VW und Co. schon seit geraumer Zeit kein Mangel. Die Besorgnis wächst, dass Deutschlands wichtigster Industriezweig im internationalen Wettbewerb unter die Räder geraten könnte. Hoffnung macht ausgerechnet jener technologische Trend, von dem es immer noch heißt, die hiesigen Autobauer würden ihn verschlafen: das autonome Fahren. mehr auf iwd.de

30. August 2017

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Hat die deutsche Autoindustrie das Elektroauto verpennt? Die Absatzzahlen des vergangenen Jahres sprechen eine klare Sprache: Zwar sind E-Autos in Deutschland noch immer Ladenhüter, auf dem Weltmarkt mischen die deutschen Hersteller jedoch kräftig mit und erreichen einen fast so hohen Marktanteil wie bei den konventionellen Pkws. mehr auf iwd.de