Beide Aufgaben lösten exemplarisch rund 40 anwendungsorientierte Forschungsprojekte unter dem Dach von „klimazwei – Forschung für den Klimaschutz und Schutz vor Klimawirkungen“ dank der Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Das im Dezember erschienene Buch „Klimaschutz und Anpassung an die Klimafolgen“ zeigt nun auf 310 Seiten, wie in verschiedenen Sektoren die Freisetzung von Treibhausgasen gemindert werden und auf welche Weise man sich auf Klimaveränderungen vorbereiten kann.

Der erste Teil des Buches ist dem Klimaschutz gewidmet: Die Einsparung von Energie verbessert die Treibhausgasbilanz, beispielhaft gezeigt bei der Chlorherstellung, beim Bandgießen, bei verbesserten Logistikprozessen oder einer optimierten Bedachung von Gewächshäusern. Emissionsreduzierungen versprechen auch die Verhinderung des Entweichens von Kohlendioxid und Methan aus Deponien und Mooren, die Verwendung regenerativer Energien oder der Einsatz von Kompositzementen. Spezifische informatorische Instrumente erleichtern die Auswahl von klimaschützenden Strategien und Maßnahmen, ebenso Kommunikations- und Beratungsleistungen.

Im zweiten Teil wird die Anpassung an den Klimawandel behandelt: Kurzfristprognosen von Unwettern können Schäden an Gebäuden und Gegenständen verringern. Die Stadtentwicklung sollte das vorübergehende Aufkommen größerer Wassermengen berücksichtigen. Durch die Stadtplanung sollten auch Gesundheitsbelastungen bei Hitzewellen eingedämmt werden. Auf mehr Sommertouristen stellen sich Reisegebiete an der Küste und in den Mittelgebirgen ein, während die Bedingungen für den inländischen Skitourismus schwieriger werden. Züchtungen und Entscheidungsunterstützungssysteme wurden im Bereich der Land- und Forstwirtschaft vorangetrieben. Erprobt wurden zudem regionale Ansätze für eine bessere Anpassung an Klimafolgen. Schließlich muss sich auch das finanzwirtschaftliche Risikomanagement auf andere klimatische Bedingungen einstellen.

Mahammad Mahammadzadeh / Hendrik Biebeler / Hubertus Bardt
Klimaschutz und Anpassung an die Klimafolgen.
Strategien, Maßnahmen und Anwendungsbeispiele
Köln 2009, 310 Seiten, 58 Euro, ISBN 978-3-602-14847-9

7. November 2017

Interview mit Jürgen Hacker „Nationale Alleingänge sind in der Klimapolitik kontraproduktiv“Arrow

Immer wieder wird das Emissionshandelssystem der EU dafür kritisiert, das Klima nicht ausreichend zu schützen. Doch trotz einiger Unzulänglichkeiten ist es für den Umweltökonomen Jürgen Hacker der beste Weg, um die Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Im iwd-Interview erklärt der Vorsitzende des Bundesverbands Emissionshandel und Klimaschutz (bvek), wie sich der Zertifikatehandel noch optimieren ließe. mehr auf iwd.de

6. November 2017

Benjamin Tischler Klimapolitik: Worthülsen mit Inhalt füllen Arrow

Vom 6. bis zum 17. November schaut die Welt gebannt auf Bonn. Denn auf der 23. UN-Klimakonferenz geht es darum, die bislang überwiegend vagen Worthülsen des Pariser Klimaabkommens mit konkreten Regelungen zu füllen. Je schneller dies gelingt, desto früher können Klimaschutzverpflichtungen verhandelt werden. Die Zeit drängt, denn ohne rasche und drastische Emissionsreduktionen kann die globale Erwärmung nicht auf 2 Grad Celsius begrenzt werden. mehr auf iwd.de

CO2-Regulierung des Straßenverkehrs in Europa – ein Kompendium
Gutachten, 9. August 2017

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Der Verkehrssektor steht bei der Dekarbonisierung vor besonderen Herausforderungen, denn der Bedarf an Mobilität von Personen und Gütern nimmt global rasant zu, vor allem in den aufstrebenden Schwellenländern. Aufgrund seiner Schlüsselstellung für die Mobilität wird die künftige Kohlendioxid-Regulierung von Pkw und Lkw eine gewichtige Rolle für die Klimapolitik spielen. mehr