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Die Identifikation, Erfassung, Analyse, Bewertung und Bewältigung von Klimarisiken in ihren unterschiedlichen Ausprägungen stellt eine große Herausforderung dar, die eine systematische und managementorientierte Vorgehensweise erfordert.

Dieser Prozess umfasst alle managementbezogenen Aktivitäten wie Zielformulierung, Planung, Organisation, Kontrolle und Controlling mit Blick auf Klimarisiken. Sie können – wie auch bei den ökologischen Risiken – entweder durch ein eigenständiges Risikomanagement (z. B. „Klima-Risikomanagement“) übernommen oder auch im Rahmen des allgemeinen Risikomanagements im Unternehmen wahrgenommen werden.

Unabhängig von den organisatorischen Gestaltungsoptionen gewinnt das Risikomanagement im Sinne eines unternehmerischen Frühwarnsystems auch unter dem Aspekt der Sicherstellung des langfristigen Unternehmenserfolgs zunehmend an Bedeutung. Für die hohe Praxisrelevanz eines unternehmensweiten Risikomanagements spricht auch seine Kodifizierung. So verpflichtet das „Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich“ (KonTraG) Unternehmen – wie beispielsweise börsennotierte Aktiengesellschaften – zur Einrichtung eines Risikomanagements und eines Überwachungssystems für eine Früherkennung von Risiken.

Für den Aufbau eines „Klima-Risikomanagements“ oder für die Einbeziehung der Klimarisiken in das unternehmensweite Risikomanagement ist zunächst eine Definition von Klimarisiken notwendig. Dabei ist jedoch festzuhalten, dass es keine allgemein gültige Risikodefinition gibt. Darunter werden ganz allgemein die „Möglichkeit einer negativen Zielabweichung“ bzw. die „Beeinträchtigung der Erreichung von angestrebten Zielen“ verstanden. Daraufhin wird in der Entscheidungstheorie ein Risiko durch die zwei Komponenten „Schadenseintrittswahrscheinlichkeit“ und „Schadenshöhe“ beschrieben und bestimmt. Bezogen auf die ökologischen Risiken im Allgemeinen und Klimarisiken – insbesondere in natürlich-physikalischer Hinsicht – im Speziellen liegen gerade bei der Operationalisierung dieser beiden Komponenten Schwierigkeiten vor. Die Eintrittswahrscheinlichkeiten für die auf Klimaveränderungen und Extremwetterereignisse zurückzuführenden Risiken sind häufig unbekannt oder nur sehr ungenau ermittelbar. Die Schadenshöhe solcher Risiken lässt sich auch ex ante nur schwer abschätzen. Die Bestimmung von Eintrittswahrscheinlichkeiten und Schadenshöhe kann oft nur subjektiv vorgenommen werden. Gerade vor dem Hintergrund der fehlenden Wahrscheinlichkeiten wird im Zusammenhang mit dem Klimawandel auch häufig von „Entscheidung unter Unsicherheit“ gesprochen.

Trotz der Operationalisierungsprobleme versuchen viele Unternehmen, die klimawandelinduzierten Risiken zu identifizieren und sie mit Strategien und Maßnahmen zu bewältigen. Daher werden insbesondere bei den Großunternehmen Risikomanagementsysteme aufgebaut. Über 80 Prozent der 112 befragten Umweltexperten aus Unternehmen gaben bei dem aktuellen IW-Expertenpanel an, dass es in ihrem Unternehmen bereits ein Risikomanagementsystem gibt. Bei mehr als 39 Prozent der befragten Unternehmen werden im Rahmen des betrieblichen Risikomanagements auch natürlich-physikalische, marktliche und regulatorische Risiken des Klimawandels mitberücksichtigt. Fast 5 Prozent der Befragten planen, ein Risikomanagementsystem aufzubauen, bei dem auch die Klimarisiken einbezogen werden. Bei rund 15 Prozent der befragten Unternehmen gibt es derzeit kein Risikomanagement.

Im Rahmen des Risikomanagements bieten sich zur Bewältigung von Klimarisiken verschiedene Strategien und Maßnahmen an, die grundsätzlich ursachen- und/oder wirkungsorientiert sind: Risikovermeidung, Risikoverminderung, Risikoüberwälzung, Selbsttragung des Risikos und nicht zuletzt Risikodialog mit relevanten Stakeholdern. Die Ergebnisse der Expertenbefragung zeigen, dass die Unternehmen zur Bewältigung der Klimarisiken oft mehrere Strategien und Maßnahmen kombinieren. Je nach Art des Klimarisikos wird jedoch eine bestimmte Risikostrategie bevorzugt. So werden beispielsweise die Überwälzungsstrategien wie etwa eine Risikoversicherung überwiegend bei natürlich-physikalischen Risiken gewählt. Außerdem wird der Risikostrategie Verminderung, wie etwa durch Maßnahmen zu Klimaschutz und Anpassung an die Klimafolgen, eine hohe Bedeutung beigemessen, da eine vollständige Vermeidung von Klimarisiken nur in seltenen Fällen möglich ist.

6. April 2017

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Möglichst ressourcenschonende Produkte zu entwickeln, kommt nicht nur der Umwelt zugute, sondern kann den Unternehmen auch helfen, Kosten zu sparen. Bislang wagt sich aber nur die Hälfte der Industriefirmen in Deutschland auf dieses Feld – und die wenigsten von ihnen mit Nachdruck. mehr auf iwd.de

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Es ist längst nicht nur ein gut gefülltes Bankkonto, das die Bundesbürger zu ökologisch erzeugten Nahrungsmitteln greifen lässt. Auch die Lebenseinstellung, das Bildungsniveau und das Alter beeinflussen das Einkaufs- und Ernährungsverhalten, wie eine IW-Auswertung zeigt. mehr auf iwd.de

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