Im Zusammenhang mit der Forderung nach einer paritätischen Aufteilung des Beitragssatzes zur Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) wird von Arbeitgeberseite auf die Kosten für die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall verwiesen. Demnach werden die Mitglieder gesetzlicher Krankenkassen keineswegs durch den Zusatzbeitrag benachteiligt. Im Gegenteil: Bezieht man die Aufwendungen für die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall (und während des gesetzlichen Mutterschutzes) mit ein, dann liegt der Beitrag der Arbeitgeber zur Finanzierung der Krankheitskosten deutlich über dem Anteil der Arbeitnehmer (BDA, 2017).

Die Aufwendungen für die Entgeltfortzahlung werden im Sozialbudget dokumentiert (BMAS, 2017, Tabelle I-2). Demnach zahlten die Arbeitgeber im Jahr 2017 schätzungsweise 44,4 Milliarden Euro an Gehältern während der krankheitsbedingten Abwesenheit ihrer Mitarbeiter. Diese Summe erfasst allerdings nicht die auf das Bruttogehalt entfallenden Arbeitgeberanteile zur gesetzlichen Sozialversicherung.