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Grundlage für die nach wie vor hervorragende Stimmungslage dürfte die Niedrigzinspolitik der EZB sein, die mehr und mehr Anleger in den Immobilienmarkt treibt. Nach Einschätzung der rund 120 befragten Unternehmen dürfte die Branche noch länger von der EZB-Politik profitieren. Rund 40 Prozent der Unternehmen gehen davon aus, dass mit der Zinswende erst 2017 begonnen wird, weitere knapp 28 Prozent gehen sogar von einem deutlichen Zinsanstieg erst 2018 oder später aus. Nur rund ein Drittel der Marktteilnehmer rechnet schon 2016 oder in diesem Jahr mit ersten signifikanten Zinsschritten.

Die Attraktivität des Immobilienmarktes wird jedoch nicht nur von den günstigen Kapitalmarktbedingungen getragen, sondern auch von einer starken Nutzernachfrage. Die anhaltend hohe Zuwanderung sowie die starke Einkommensentwicklung erhöhen die Wohnungsnachfrage, insbesondere in den Metropolen. Und auch der Gewerbemarkt profitiert, wie etwa die anhaltend positive Entwicklung der Bürobeschäftigung zeigt.

Entsprechend gut wird die Lage derzeit beurteilt, besonders im Segment Wohnimmobilien mit einem Wert von 94,1 Punkten. Auffallend ist jedoch der starke Einbruch in der Lagebeurteilung bei Unternehmen aus dem Segment Handelsimmobilien. Allerdings ist zu beachten, dass das Segment zuvor einen starken Anstieg verzeichnen konnte, weshalb nun die weitere Entwicklung erst abgewartet werden muss.

Trotz der insgesamt sehr guten Lage geht eine Mehrheit der befragten Unternehmen immer noch von weiteren Verbesserungen oder zumindest von einer Konstanz der guten Lage aus, wie die weiterhin positiven Ergebnisse für die Erwartungen zeigen.

Alles in allem scheinen die Marktrisiken für die Branche derzeit sehr gering zu sein, eine Korrektur auf breiter Front ist unwahrscheinlich. Allerdings birgt die gute Lage die Gefahr, dass die Werte einzelner Immobilien überschätzt und nicht genügend geprüft werden. Im jetzigen Boom könnten daher die Problemimmobilien der Zukunft gekauft oder gebaut werden.

IW-Kurzbericht, 23. Juni 2017

Ralph Henger / Michael Voigtländer Bauboom führt zu Engpässen bei GewerbeflächenArrow

Der Immobilienmarkt befindet sich in einer lang anhaltenden Boomphase. Erneut erzielt der Immobilienindex mit einem Lagewert von 86 ein herausragendes Ergebnis. In den Topstandorten hat die hohe Nachfrage jedoch mittlerweile zu spürbaren Engpässen an verfügbaren Flächen geführt. mehr

Gute Stimmung trotz Krisengerede
IW-Kurzbericht, 17. März 2017

Ralph Henger / Michael Voigtländer Gute Stimmung trotz KrisengeredeArrow

Erst kürzlich wurden Warnungen laut, dass der Immobilienmarkt überhitzt sei und gerade in den Großstädten ein erhebliches Korrekturpotenzial vorliegt. Die Immobilienbranche ist davon jedoch unbeeindruckt. Mit einem Wert von 85 wird die Lage immer noch als sehr gut bewertet, und der Wert für die Erwartungen ist sogar um 9 Punkte auf 20 gestiegen. mehr

22. Dezember 2016

Immobilien-Index „Wir brauchen einfachere Baustandards“Arrow

Michael Voigtländer, Leiter des Kompetenzfelds Finanz- und Immobilienmärkte im Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) erklärt im iwd-Interview, weshalb er die Baustandards in Deutschland für zu hoch hält und warum trotz steigender Preise und Mieten keine Immobilienblase droht. mehr auf iwd.de