Alle Einzelindikatoren des IW-Stimmungsindex belegen eindrucksvoll die euphorische Stimmung der gesamten Branche: Die überwiegende Mehrheit der befragten Immobilienunternehmen rechnet mit steigenden Preisen (60%) bzw. steigenden Mieten (58%) ihres Immobilienbestandes. Bei den Preisen gibt es vor allem im Segment Büro mit 61 Prozent (+16%) und Handel mit ebenfalls 61 Prozent (+10%) ein deutliches Plus gegenüber dem Vorquartal. Das gleiche Bild zeigt sich bei den Erwartungen über die Entwicklung der Mieten. So gehen 61 Prozent der Teilnehmer aus der Kategorie Büro von zunehmenden Mieten aus. Dies entspricht einem enormen Anstieg von fast 30 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorquartal. Die anderen Kategorien zeigen in etwa dieselben Einschätzungen wie im Vorquartal, so dass die Mieterwartungen insgesamt um 6 Prozentpunkte zulegen konnten.

Besonders optimistisch sind die Investoren nach wie vor im Segment Wohnen. Hier erwarten im Schnitt drei von vier Teilnehmern weiter steigende Mieten. Es verwundert daher nicht, dass gerade Wohnungsunternehmen ihre Immobilienbestände stärker ausweiten wollen. Bei den Projektentwicklern gibt es in der aktuellen Welle eine Neuerung: sie geben nun Ihre Einschätzungen differenziert nach Vorverkäufen und Vorvermietungen ab. Hier zeigt sich, dass 33 Prozent erwarten, dass Vorverkäufe zunehmen, während nur 21 Prozent der Projektentwickler eine Zunahme der Vorvermietungen erwarten. Nur ein kleiner Teil der Teilnehmer erwartet dagegen rückläufige Vorverkäufe (12%) und Vorvermietungen (6%). Insgesamt ein Beleg für volle Auftragsbücher und eine hohe Nachfrage.

Insgesamt zeigt sich das Immobilienklima damit weiterhin auf sehr hohem Niveau. Wie die nebenstehende IW Immobilien-Konjunktur zeigt, befinden wir uns in einer sehr robusten Boomphase, die von einer starken Nachfrage und hohen Investitionen getragen wird.