Immobilieninvestoren vertrauen der EZB Image

86 Prozent der befragten Unternehmen sehen die aktuelle Geschäftslage als gut an, für 13 Prozent ist sie saisonüblich/befriedigend und für lediglich 1 Prozent der Unternehmen ist die Geschäftslage aktuell schlecht, wodurch sich ein Lagewert von 84 ergibt. Insbesondere Investoren im Wohnungsmarkt sind aktuell hochzufrieden: In diesem Segment bezeichnen sogar 92 Prozent der Unternehmen die Lage als gut und keines als schlecht. Am negativsten wird die Lage aktuell von Investoren im Büromarkt eingeschätzt. Doch auch dort schätzen immer noch 74 Prozent der Unternehmen die Lage als gut ein (Schaubild).

Mehrheitlich gehen die Investoren davon aus, dass sich die Lage in den nächsten 12 Monaten nicht verändert und sich die Geschäftssituation damit auch nicht weiter verbessert. Insbesondere Büroinvestoren (53 Prozent), Projektentwickler (60 Prozent) und Wohnungsinvestoren (67 Prozent) gehen davon aus, dass sich die insgesamt gute Lage hält.

Im Segment der Handelsimmobilien erwartet eine Mehrheit von 63 Prozent sogar, dass die Lage in den nächsten 12 Monaten noch günstiger wird. Auch im Bürosegment blicken mit 47 Prozent sehr viele Investoren optimistisch in die Zukunft. Bei den Projektentwicklern sowie bei den Wohnungsinvestoren gehen hingegen 6 bzw. 10 Prozent der Unternehmen von einer Verschlechterung der Lage aus.

Die Teilindikatoren Lage und Erwartungen bilden sich jeweils aus der Differenz der positiven (Lage gut/verbessert sich) und negativen (Lage schlecht/verschlechtert sich) Antworten. Daraus ergeben sich für die Unternehmen insgesamt ein Wert von 84 für die Lage und ein Wert von 34 für die Erwartungen. Aufgrund der geringen Zahl an Unternehmen, die von einer weiteren Lageverbesserung ausgehen, ist der Wert für die Erwartungen bei den Wohnungsunternehmen mit 14 besonders niedrig (Schaubild).

Insgesamt ist die Stimmung der Immobilienunternehmen als sehr gut zu bezeichnen. Ein Grund hierfür kann auch im Vertrauen in die Europäische Zentralbank gesehen werden. In einer Sonderfrage wurden die Unternehmen befragt, ob sie für die nächsten 12 Monate die Gefahr einer Deflation (Verbraucherpreise fallen) oder Inflation (Verbraucherpreise steigen um mehr als 2 Prozent) sehen. Gerade das Thema Deflation wurde in den letzten Wochen verstärkt diskutiert und hätte insbesondere für die Immobilienwirtschaft fallende Erträge zur Folge. Doch kein Unternehmen geht von einer Deflation aus. Stattdessen gehen 94 Prozent der Unternehmen davon aus, dass die EZB die Geldwertstabilität erhalten kann.

Inflation
IW-Nachricht, 2. März 2017

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Im Euroraum ist die Inflation zurück: Nach einer Schätzung von Eurostat lag die jährliche Teuerungsrate im Februar bei 2,0 Prozent. Dafür sind nicht nur die anziehenden Energiepreise verantwortlich, sondern auch die schon länger steigende Kerninflationsrate. Die EZB sollte deshalb geldpolitisch gegensteuern. mehr

Eine EZB-Zinserhöhung ist überfällig
Gastbeitrag, 1. Februar 2017

Markus Demary und Michael Hüther in der Börsen-Zeitung Eine EZB-Zinserhöhung ist überfälligArrow

Durch die sich normalisierenden Ölpreise und durch die zunehmende wirtschaftliche Erholung des Euroraums haben sich die Inflationsaussichten deutlich verstärkt, schreiben Markus Demary und Michael Hüther in der Börsen-Zeitung. Dies stellt die Angemessenheit der aktuellen Geldpolitik fundamental in Frage. mehr

ECB Might Overshoot the Inflation Target
IW-Kurzbericht, 1. Februar 2017

Markus Demary / Michael Hüther ECB Might Overshoot the Inflation TargetArrow

The European Central Bank (ECB) has prolonged its large-scale asset purchase programs for public and private bonds in December 2016 until the end of 2017. Otherwise the programs would have expired in March 2017. Due to its strong focus on the inflation target of below, but close to 2 percent, the extension of the asset purchasing programs was expected in case of weak inflation dynamics. Inflation, however, recovered at the end of last year due to normalizing oil prices. mehr