Hohe Nachfrage steigert Renditen Image

Zur detaillierten Beurteilung der ermittelten „Marktstimmung“ werden ergänzende Fragen gestellt, die sich einmal auf den Investitionsmarkt (Preise, Volumen) und einmal auf den Mietmarkt (Mieten) beziehen. Hierdurch können Aussagen über die Performance von Immobilieninvestitionen getroffen werden, da sich der Total Return aus der Wertänderungsrendite (Wertsteigerung des Bestandes bereinigt um Kapitalaufwendungen) und der Netto-Cash-Flow-Rendite (Mieteinnahmen abzüglich Kosten) zusammensetzt. Die Projektentwickler erhalten gesonderte Fragen – einmal zu den Vorvermietungen und Vorverkäufen und einmal zu den Grundstückskäufen. Die Vorvermietungen und Vorverkäufe spielen bei der Finanzierung von Projekten eine zentrale Rolle, da sie den Anteil der vor Beginn eines Bauvorhabens vertraglich gesicherten Nachfrage darstellen. Die Grundstückskäufe stellen einen zentralen Frühindikator der Branche dar, da die erworbenen Flächen auch für mittel- und langfristige Projekte zur Verfügung stehen. Die Ergebnisse zeigt das nebenstehende Schaubild.

50 Prozent der Unternehmen glauben, dass der Wert ihrer Immobilien in den nächsten 12 Monaten steigen wird. Die anderen 50 Prozent sehen dagegen keine Wertveränderung. Bemerkenswert ist hierbei, dass kein Unternehmen mit sinkenden Preisen rechnet. Die Erwartung auf steigende Preise scheint dabei sowohl für Core- als auch für periphere Standorte zu gelten. Aufgrund der steigenden Preise setzen die Unternehmen weiter auf Expansionskurs: Über 70 Prozent der Unternehmen geben an, ihren Immobilienbestand in den nächsten 12 Monaten weiter auszuweiten. Nur 8 Prozent wollen ihren Bestand dagegen verkleinern.

Das äußerst freundliche Immobilienklima wird auch von den steigenden Mieten getragen. 66 Prozent erwarten weiter steigende Mieten und damit höhere Renditen, 31 Prozent dagegen konstante Mieten und nur 3 Prozent gehen von fallenden Mieten ihrer Immobilien aus.

Auf steigende Auftragseingänge können die Projektentwickler setzen. So erwarten 40 Prozent, dass die Vorvermietungen und Vorverkäufe zulegen. Nur 6 Prozent gehen von einem Rückgang aus. Die Entwicklung wird hauptsächlich von Büro- und Gewerbeprojekten getrieben. Das positive Bild bestätigen die Angaben zum Umfang der Grundstückskäufe. Auch hier planen 40 Prozent der Projektentwickler mehr Grundstückkäufe und nur 8 Prozent wollen diese verringern. Die Zunahme ist auch hier weniger auf den Wohnungsmarkt zurückzuführen, sondern auf den Büro- und Gewerbemarkt, wie ein detaillierter Blick auf die Geschäftsfelder der antwortenden Projektentwickler zeigt. Abgerundet wird die sehr günstige Lage von den Einschätzungen der Unternehmen zu den Finanzierungsbedingungen. Hier erwarten 15 Prozent zukünftig noch günstigere Bedingungen – nur 8 Prozent gehen dagegen von schlechteren Konditionen aus.

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Der Crash bleibt aus
IW-Kurzbericht, 15. September 2017

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Die Unternehmen sind sich sehr sicher: Ein Crash in den nächsten zwei Jahren ist nicht zu erwarten, weder im Wohnungsmarkt noch im Gewerbeimmobilienmarkt. Und auch ansonsten schätzen die Unternehmen die Lage und auch die Aussichten als sehr gut ein. Im Vergleich zum Vorquartal hat sich die ohnehin sehr gute Stimmung sogar noch weiter verbessert. mehr

IW-Kurzbericht, 23. Juni 2017

Ralph Henger / Michael Voigtländer Bauboom führt zu Engpässen bei GewerbeflächenArrow

Der Immobilienmarkt befindet sich in einer lang anhaltenden Boomphase. Erneut erzielt der Immobilienindex mit einem Lagewert von 86 ein herausragendes Ergebnis. In den Topstandorten hat die hohe Nachfrage jedoch mittlerweile zu spürbaren Engpässen an verfügbaren Flächen geführt. mehr

Gute Stimmung trotz Krisengerede
IW-Kurzbericht, 17. März 2017

Ralph Henger / Michael Voigtländer Gute Stimmung trotz KrisengeredeArrow

Erst kürzlich wurden Warnungen laut, dass der Immobilienmarkt überhitzt sei und gerade in den Großstädten ein erhebliches Korrekturpotenzial vorliegt. Die Immobilienbranche ist davon jedoch unbeeindruckt. Mit einem Wert von 85 wird die Lage immer noch als sehr gut bewertet, und der Wert für die Erwartungen ist sogar um 9 Punkte auf 20 gestiegen. mehr