Die jüngsten Konjunkturprognosen geben der Wirtschaft insgesamt Anlass zu Optimismus. Fast alle Wirtschaftsforschungsinstitute sehen eine Fortsetzung des Aufschwungs im Jahr 2016, manche halten sogar ein noch stärkeres Wachstum im Jahr 2017 für wahrscheinlich. Darüber hinaus wächst gerade die Einwohnerzahl in Deutschland aufgrund der starken Zuwanderung, womit ein weiterer Anstieg der Immobiliennachfrage verbunden ist. Kein Wunder also, dass Investoren und Projektentwickler optimistisch auf die nächsten 12 Monate blicken. Rund zwei Drittel gehen davon aus, dass die Immobilienpreise auch in den nächsten 12 Monaten steigen, dies sind noch einmal deutlich mehr als im Vorquartal. Weitere 50 Prozent erwarten Mietsteigerungen und nach wie vor mehr als 70 Prozent wollen ihre Bestände erweitern und sehen damit trotz hoher Preise gute Renditechancen. Auch die Finanzierungssituation wird als günstig eingestuft, 75 Prozent der Unternehmen gehen von gleich guten Finanzierungskonditionen in den nächsten 12 Monaten aus, 9 Prozent erwarten sogar noch eine Verbesserung. Die Unternehmen gehen daher nicht davon aus, dass der zwischenzeitliche Zinsanstieg eine Zinswende einleitet.
Einzig bei den Projektentwicklern gibt es scheinbar Eintrübungen. So gehen nun mehr rund 8 Prozent davon aus, dass die Zahl der Vorvermietungen zurückgeht und nur noch 24 Prozent erwarten einen weiteren Anstieg der Vorverkäufe. Angesichts der aktuell äußerst starken Auftragslage ist es jedoch nachvollziehbar, dass die Unternehmen bezüglich weiterer Verbesserungen skeptisch werden. Schließlich sind viele Unternehmen an Kapazitätsgrenzen angelangt und können damit die Neubauzahlen nur schwer ausweiten. Darüber hinaus zeigt der Anstieg bei den geplanten Grundstückskäufen, dass die Unternehmen auch langfristig nicht von einer Reduktion der Nachfrage ausgehen. Gerade Bauflächen in Ballungsräumen stellen jedoch einen limitierenden Faktor für Projektentwickler dar.