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Corporate Social Responsibility (CSR) beschreibt die gesellschaftliche Verantworutng, die Unternehmen für ihre Stakeholder, also Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten, Nichtregierungsorganisationen und die Gesamtgesellschaft tragen. Eine erfolgreiche Integration von CSR als freiwilliges, individuelles Konzept in das Hauptgeschäft eines Unternehmens ist aber nur mit Unterstützung von Forschung und Lehre möglich. Vor diesem Hintergrund wünschen sich Studenten und Unternehmen mehr ethische Inhalte im Wirtschaftsstudium.

Im Auftrag des nordrhein-westfälischen Wirtschafts- und Wissenschaftsministeriums wurde 2013 erstmals der CSR-Atlas (Edition Hochschulen NRW 2012) veröffentlicht. Der Atlas beschreibt die CSR-Aktivitäten und –Strategien von Hochschulen und Unternehmen und soll dabei helfen, deren Kommunikation untereinander zu verbessern und die praktische Auseinandersetzung mit CSR im Hochschul- und Unternehmensalltag zu intensivieren. Primäres Ziel des Atlasses ist die Vernetzung von Unternehmen und Hochschulen im Bereich CSR.

In Nordrhein-Westfalen gibt es derzeit insgesamt 69 Hochschulen. In 51 davon gibt es einen wirtschaftswissenschaftlichen Bereich; 22 davon haben sich an einer Befragung für den CSR-Atlas beteiligt (siehe Abbildung). Die Hochschulen beschreiben im CSR-Atlas ihre grundsätzliche Struktur und inwieweit CSR in Modulen und Studienschwerpunkten verankert ist. Die Fächer mit CSR-Inhalten heißen zum Beispiel Wirtschaftsethik, Führung, Umweltmanagement und Corporate Citizenship. Vier der 22 Hochschulen (FOM Köln, Heinrich-Heine-Universität, Hochschule Niederrhein, Fachhochschule Münster) haben Wirtschaftsethik ausdrücklich als Pflichtfach aufgeführt. In einigen Studiengängen gilt dies auch für die Fachhochschule Köln. Einige Hochschulen forschen darüber hinaus über das Thema gesellschaftliche Unternehmensverantwortung und kooperieren mit Unternehmen.

Viele Hochschulen behandeln CSR jedoch als Unterpunkt anderer wirtschaftswissenschaftlicher Module wie zum Beispiel Marketing. Es ist aber in Nordrhein-Westfalen ein Trend festzustellen, Wirtschaftsethik in eigenen Modulen, teilweise sogar als Schwerpunkt, in den Lehrplan zu integrieren.

Über das Studium hinaus bieten Projekte wie die Non-Profit-Organisation „Enactus“ (entrepreneurial, action, us) den Studenten die Möglichkeit, sich auch außerhalb des Lehrplans im Bereich CSR zu engagieren. Zudem können sich die Studenten in Studentennetzwerken wie „sneep“ (student network for ethics in economics and practice) über das Thema austauschen.

Auch nach dem Studium bleibt das Thema auf der Tagesordnung. Viele Firmen bemühen sich um die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter im Bereich CSR. Ethik-Seminare, wie sie die IW Akademie (www.iw-akademie.de) anbietet, werden von Unternehmen zunehmend genutzt. Auch die Zahl der Masterstudiengänge nimmt in diesem Bereich zu. Viele der im CSR-Atlas aufgeführten Hochschulen, wie z.B. die EBZ Business School bieten im wirtschaftswissenschaftlichen Master Wahlmodule im Bereich Ethik an.

Themen

Gutachten, 26. Oktober 2017

Paula Risius / Lydia Malin / Regina Flake Ausbildung oder Studium? Arrow

Unternehmen können immer mehr Ausbildungsstellen nicht besetzen. Dies birgt die Gefahr, dass gerade kleine und mittlere Unternehmen mittelfristig ihre Ausbildungsaktivitäten zurückfahren, was gravierende Auswirkungen auf die Fachkräftesituation auf dem Arbeitsmarkt hätte. mehr

IW-Trends, 26. Oktober 2017

Regina Flake / Lydia Malin / Paula Risius Bildungsentscheidung von Abiturienten für Ausbildung oder StudiumArrow

Der Anteil der Abiturienten unter den Schulabgängern steigt seit vielen Jahren an. Inzwischen erwirbt mehr als die Hälfte eines Jahrgangs die Hochschulzugangsberechtigung und die Anzahl der Studienanfänger hat sich in den letzten 15 Jahren verdoppelt. Gleichzeitig brechen 29 Prozent ihr Studium vorzeitig ab. Das zeigt, dass die Entscheidung für ein Studium nicht für alle Studienanfänger optimal ist. mehr

IW-DREF-Studentenwohnpreisindex
Gutachten, 2. Oktober 2017

Philipp Deschermeier / Björn Seipelt / Michael Voigtländer StudentenwohnpreisindexArrow

Die stetige Zunahme der Studentenzahlen sowie der Zuzug anderer Bevölkerungsgruppen aus dem In- und Ausland haben zu einer deutlichen Verschärfung der Situation am Wohnungsmarkt geführt. Die Folge sind teils rasant steigende Wohnkostenbelastungen, wie der neue Studentenwohnpreisindex des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln und der Deutschen Real Estate Funds in Kooperation mit ImmobilienScout24 zeigt. mehr