Wie zuletzt wurden auch bei der aktuellen Auswertung neben den bislang betrachteten Metropolen zahlreiche Mittelzentren miteinbezogen. Dabei kann der in der Vergangenheit beobachtete teils sehr starke Zuwachs der B-Städte nicht fortgeschrieben werden. In den zuletzt stärksten Wachstumszentren Ulm und Ingolstadt sank der Zuwachs von über 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 2 und 0,7 Prozent. Standorte wie Karlsruhe, Wiesbaden und Magdeburg verzeichnen hingegen einen weiteren Bürobeschäftigungsabbau. Ein weiterhin sehr starkes Wachstum zeigen nur Fürth und Mülheim an der Ruhr. Die Zuwächse hier liegen nach wie vor deutlich über den etablierten Metropolen wie Hamburg, München oder Frankfurt am Main. Grundsätzlich muss aber beachtet werden, dass gerade die kleineren Märkte empfindlicher auf Verlagerungen oder Insolvenzen niedergelassener Unternehmen reagieren.

In den Top-Standorten stabilisiert sich die Situation. Die meisten der sogenannten A-Städte zeigen ein beständiges Jahreswachstum um 2 Prozent, in Berlin sogar knapp 3 Prozent. Lediglich Düsseldorf und München weisen hier mit 1,3 und 1,5 Prozent leicht geringere Zuwächse auf. Stuttgart konnte als einzige der Top-Städte dieses Mal kein Wachstum verzeichnen.

Bürobeschäftigung

Sozialversicherungspflichtige Bürobeschäftigte, 1. Quartal 2008 = 100

Bemerkenswert zeigt sich die Entwicklung in den Ruhrgebietsstädten Dortmund, Duisburg und Essen. Während Essen im vergangenen Jahr noch Beschäftigungsverluste zu Gunsten der benachbarten großen Bürozentren Dortmund und Duisburg hinnehmen musste, scheint sich diese Situation umzukehren. So wuchs die Bürobeschäftigung in Essen im Vorjahr und Vorquartal jeweils um 1,2 Prozent, wohingegen sie in Dortmund (-1,4 Prozent) und Duisburg (-2,5 Prozent) zum Vorjahr hin abnahm.

Ein weiterhin kontinuierlich hohes Wachstum zeigen die beiden ostdeutschen Zentren Leipzig und Dresden. Die Zuwächse sind sowohl im Vorjahresvergleich als auch bei Betrachtung der vergangenen vier Jahre mit der Entwicklung in den A-Städten vergleichbar.